Splitboards
Splitboard kaufen: das passende Board für Aufstieg und Abfahrt wählen
Ein Splitboard verbindet Snowboarden und Tourengehen: Für den Aufstieg wird das Board in zwei Hälften geteilt, mit Steigfellen und einer geeigneten Splitboard-Bindung genutzt und am höchsten Punkt wieder zum Snowboard zusammengesetzt. Beim Kauf zählt deshalb nicht nur, wie sich das Board im Powder fährt. Gewicht, Shape, Länge, Breite, Aufstiegsverhalten und die Kompatibilität mit Bindung und Fellen gehören gemeinsam betrachtet.
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In dieser Kategorie findest du Splitboards für unterschiedliche Schwerpunkte – vom vielseitigen Touren- und Freeride-Board bis zu stärker abfahrtsorientierten Powder-Shapes. Aktuell sind unter anderem Modelle von Jones Snowboards, Amplid, K2, Nitro und Rome verfügbar. Für die Vorauswahl solltest du zuerst Fahrergewicht, Bootgröße, bevorzugtes Gelände und Verhältnis zwischen Aufstieg und Abfahrtsperformance festlegen.
Welches Splitboard passt zu deinem Einsatz?
- Allround-Splitboard: Wenn du ein einziges Board für unterschiedliche Touren, wechselnden Schnee und vielseitige Abfahrten suchst, ist ein ausgewogener Shape mit mittlerem bis etwas steiferem Flex ein guter Ausgangspunkt. Solche Modelle sollen sowohl auf der Aufstiegsspur als auch bei der Abfahrt kontrollierbar bleiben.
- Freeride-Splitboard: Für steilere Lines, höhere Geschwindigkeit und anspruchsvolleres Gelände sind häufig direktionale Shapes mit stärkerem Support interessant. Stabilität und präzise Kantenkontrolle werden hier meist höher gewichtet als maximale Verspieltheit.
- Powder-Splitboard: Eine breitere Nose, Taper und zurückversetzter Stand können den Auftrieb im tiefen Schnee unterstützen. Solche Shapes sind besonders interessant, wenn die Abfahrt im Powder klar wichtiger ist als ein möglichst neutraler Allround-Charakter.
- Leichtes Touren-Splitboard: Wer viele Höhenmeter zurücklegt, profitiert von möglichst wenig Gewicht an den Füßen. Leichte Konstruktionen können den Aufstieg effizienter machen, sind jedoch oft kostspieliger und sollten weiterhin genügend Stabilität für den geplanten Abfahrtsstil bieten.
Ein Splitboard sollte nicht einfach als teilbares normales Snowboard ausgewählt werden. Auf Tour beeinflusst jedes zusätzliche Gramm den Aufstieg, gleichzeitig möchtest du bei der Abfahrt ein Board, das unter wechselnden Bedingungen genügend Vertrauen vermittelt. Die richtige Balance hängt stark davon ab, ob lange Aufstiege oder anspruchsvolle Abfahrten bei deinen Touren dominieren.
Welche Splitboard-Größe ist richtig?
Die Größenwahl funktioniert grundsätzlich ähnlich wie beim normalen Snowboard, sollte aber immer anhand des konkreten Modells erfolgen. Das Fahrergewicht ist wichtiger als eine einfache Regel nach Körpergröße. Zusätzlich spielen Bootgröße, Shape, Einsatzgebiet und Fahrstil eine Rolle.
- Hersteller-Gewichtsbereich zuerst prüfen: Jede Länge ist für einen bestimmten Belastungsbereich konstruiert. Nutze deshalb die Größentabelle des jeweiligen Splitboards statt einer pauschalen Kinn- oder Nasenhöhen-Regel.
- Bootgröße berücksichtigen: Das Board muss breit genug für deine Boots und Bindungsposition sein. Fahrer mit größeren Boots sollten deshalb besonders auf Waist Width und Wide-Varianten achten.
- Länger für mehr Stabilität und Auftrieb: Wenn zwei Größen zu deinem Gewicht passen, kann die längere Variante bei höherem Tempo und tiefem Schnee Vorteile bieten.
- Kürzer für mehr Wendigkeit: Eine etwas kürzere passende Länge kann sich in engen Passagen und bei spielerischer Fahrweise handlicher anfühlen.
- Volume-Shift-Shapes separat betrachten: Besonders breite, speziell geformte Boards können bewusst deutlich kürzer gefahren werden. Hier gilt immer die modellspezifische Größenempfehlung.
Gerade im aktuellen Sortiment gibt es sehr unterschiedliche Konzepte. Ein klassisch proportioniertes Jones Solution oder Frontier wird anders dimensioniert als ein besonders breiter, powderorientierter Shape. Deshalb solltest du niemals ausschließlich die Länge deines bisherigen Resort-Snowboards übertragen.
Directional Shape, Taper, Camber und Rocker einordnen
Viele Splitboards sind stärker auf eine bevorzugte Fahrtrichtung ausgelegt als klassische Freestyle-Snowboards. Das ergibt Sinn, weil Tourenfahrer bei der Abfahrt häufig Powder, wechselnden Schnee und natürliches Gelände priorisieren.
- Directional Shape: Nose und Tail erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine längere beziehungsweise voluminösere Nose kann Auftrieb unterstützen, während das Tail stärker auf Kontrolle und das Ausfahren von Turns abgestimmt ist.
- Taper: Ist die Nose breiter als das Tail, spricht man von Taper. Das kann das Einsinken des Tails und damit den Auftrieb der Nose im weichen Schnee unterstützen.
- Camber: Camberbereiche können Kantengriff, Spannung und eine präzise Kraftübertragung unterstützen. Das kann nicht nur bei der Abfahrt, sondern auch auf härteren Traversen relevant sein.
- Rocker: Aufgebogene Bereiche an Nose oder Tail beeinflussen Schwungeinleitung und Auftrieb. Viele aktuelle Splitboards kombinieren deshalb Camber und Rocker an unterschiedlichen Stellen.
Keines dieser Merkmale entscheidet allein über die Qualität eines Splitboards. Shape, Profil, Flex, Breite und Gewicht müssen gemeinsam betrachtet werden.
Splitboard-Setup: Bindung, Felle und Zubehör müssen zusammenpassen
Mit dem Board allein ist ein Splitboard-Setup noch nicht vollständig. Für den Aufstieg benötigst du eine geeignete Splitboard-Bindung beziehungsweise ein kompatibles Bindungssystem und Steigfelle. Je nach Tour kommen außerdem Teleskopstöcke, Harscheisen und die notwendige Sicherheitsausrüstung hinzu.
Splitboard mit Bindung kaufen: Kompatibilität genau prüfen
Eine normale Snowboard-Bindung ist für den klassischen Splitboard-Aufstieg nicht die passende Lösung. Splitboard-Bindungen wechseln zwischen Touren- und Fahrmodus und benötigen ein dazu passendes Interface beziehungsweise Puck-System.
Welche Komponenten notwendig sind, hängt vom jeweiligen System ab. Spark R&D arbeitet beispielsweise bei seinen aktuellen Bindungen mit kompatiblen Pucks und Tourenaufnahmen. Auch andere Hersteller verwenden eigene beziehungsweise miteinander kompatible Lösungen. Deshalb solltest du Board, Inserts beziehungsweise Channel, Pucks und Bindung immer als komplettes System prüfen.
Wenn du die Bindung noch nicht besitzt, findest du bei den Splitboard-Bindungen und Boots aktuell unter anderem Modelle von Spark R&D, Burton, Karakoram und weiteren Herstellern.
Splitboard-Set oder Board einzeln kaufen?
Der Lieferumfang unterscheidet sich deutlich zwischen den Modellen. Ein Produkt mit „Package“ oder „Set“ im Namen kann bereits zusätzliche Komponenten enthalten, während andere Angebote nur das eigentliche Splitboard umfassen.
- Board einzeln: Sinnvoll, wenn du bereits passende Bindung, Pucks und Felle besitzt oder dein Setup vollständig individuell zusammenstellen möchtest.
- Splitboard mit Fellen: Vorgeschnittene Felle sparen Arbeit und sind direkt auf Shape und Länge des konkreten Boards abgestimmt.
- Package mit Fellen und Pucks: Einige Komplettpakete liefern bereits einen großen Teil der für das Setup notwendigen Komponenten. Beim aktuellen K2 Marauder Split Package gehören beispielsweise passende Felle und Montage-Pucks zum Konzept.
- Lieferumfang immer konkret prüfen: Aus dem Produktnamen allein sollte nicht geschlossen werden, dass Bindung, Felle oder Harscheisen automatisch enthalten sind.
Gerade bei einem vermeintlich günstigen Einzelboard kann sich der Gesamtpreis deutlich verändern, wenn Felle, Pucks und Bindung noch separat gekauft werden müssen. Vergleiche deshalb nicht nur den Boardpreis, sondern die Kosten des tatsächlich benötigten kompletten Setups.
Welche Felle braucht ein Splitboard?
Steigfelle werden beim Aufstieg auf die Laufflächen der beiden Boardhälften aufgebracht. Ihre Faserrichtung ermöglicht das Gleiten nach vorne und erzeugt gleichzeitig Grip gegen das Zurückrutschen.
Beim Kauf gibt es hauptsächlich zwei Möglichkeiten:
- Pre-Cut-Felle: Sie sind bereits für ein bestimmtes Board beziehungsweise eine definierte Boardgröße zugeschnitten. Das reduziert den Aufwand bei der Vorbereitung erheblich.
- Trim-to-Fit-Felle: Diese werden passend zur Seitenlinie des Splitboards zugeschnitten. Länge, Breite sowie Tip- und Tail-Befestigung müssen zum Board passen.
Einige Hersteller ordnen ihre Felle direkt bestimmten Boardgrößen oder Modellgruppen zu. Prüfe deshalb nicht nur die Länge, sondern auch Befestigungssystem und Shape. Aktuell verfügbare Felle, Harscheisen und weitere Komponenten findest du beim Splitboard-Zubehör.
Softboot- oder Hardboot-Setup?
Die meisten Snowboarder steigen mit einem Softboot-System ins Splitboarding ein, weil Fahrgefühl und Boots dem normalen Snowboard-Setup ähneln. Daneben existieren spezielle Hardboot-Systeme, die stärker aus dem Tourenbereich kommen und besonders bei langen, technisch anspruchsvollen Aufstiegen interessant sein können.
Für den Kauf eines ersten Splitboards musst du deshalb nicht automatisch das komplette Boot-Konzept wechseln. Wichtiger ist, dass Boot, Bindung und Interface miteinander kompatibel sind und zu deinem Tourenschwerpunkt passen.
Teleskopstöcke gehören beim Aufstieg zum praktischen Setup
Beim Aufstieg helfen Stöcke beim Gleichgewicht und bei der Kraftübertragung. Für die Abfahrt sollten sie möglichst kompakt am Rucksack verstaut werden können. Deshalb werden beim Splitboarding häufig mehrteilige, zusammenschiebbare oder faltbare Modelle verwendet.
Aktuelle kompakte Lösungen von Black Diamond, Burton, Jones und weiteren Marken findest du bei den Teleskopstöcken.
Gewicht, Abfahrtsperformance und Sicherheit beim Splitboard-Kauf
Bei normalen Snowboards spielt Gewicht für viele Fahrer nur eine Nebenrolle. Beim Splitboarding trägst beziehungsweise bewegst du das gesamte Setup dagegen bei jedem Höhenmeter bergauf. Gewicht ist deshalb ein wesentlich wichtigeres Kaufkriterium.
Leichtes Splitboard oder robustes Freeride-Board?
- Geringeres Gewicht: Kann lange Aufstiege und viele Höhenmeter angenehmer machen. Carbon und besonders leichte Kerne werden deshalb häufig bei hochpreisigen Tourenmodellen eingesetzt.
- Mehr Masse und Stabilität: Ein etwas schwereres Board kann sich bei schnellen und unruhigen Abfahrten satt und ruhig anfühlen. Gewicht allein sagt jedoch nichts über die tatsächliche Abfahrtsperformance aus.
- Komplettgewicht beachten: Nicht nur das Board zählt. Bindung, Pucks, Felle, Boots, Harscheisen und weitere Ausrüstung beeinflussen ebenfalls, wie viel Gewicht du bergauf bewegst.
- Eigene Touren realistisch einschätzen: Für kurze Aufstiege mit starkem Abfahrtsfokus können andere Prioritäten gelten als für lange Touren mit weit über tausend Höhenmetern.
Jones, Amplid, K2, Nitro oder Rome?
Die Marke sollte erst nach Einsatzbereich, Größe und Setup-Kompatibilität entscheiden. Im aktuellen Sortiment ist Jones Snowboards besonders stark vertreten – unter anderem mit Frontier, Hovercraft, Solution und Stratos. Daneben findest du beispielsweise das leichte Amplid Milligram, K2 Isolator und Marauder Split Package sowie Modelle von Nitro und Rome.
Wer gezielt verschiedene Jones-Modelle und die dazugehörige Snowboard- und Tourenausrüstung vergleichen möchte, findet im Jones Snowboards Brandstore aktuell neben Splitboards auch Snowboards, Outerwear, Teleskopstöcke und weitere Produkte der Marke.
Splitboarding bedeutet Backcountry: Sicherheitsausrüstung und Wissen gehören dazu
Ein Splitboard macht unverspurtes Gelände erreichbar, ersetzt aber weder Lawinenwissen noch Tourenplanung. Sobald du dich außerhalb gesicherter Pisten bewegst, musst du die aktuellen Schnee-, Wetter- und Lawinenverhältnisse beurteilen können.
Zur grundlegenden Lawinen-Notfallausrüstung gehören LVS-Gerät, Sonde und Schaufel. Entscheidend ist außerdem, die Ausrüstung regelmäßig zu trainieren und den aktuellen Lawinenbericht sowie Gelände und Gruppenfaktoren bereits bei der Tourenplanung einzubeziehen. Ein Lawinenairbag kann eine zusätzliche Sicherheitskomponente sein, ersetzt diese Basis jedoch nicht.
Diese Fehler beim Splitboard-Kauf vermeiden
- Nur die Körpergröße für die Boardlänge verwenden: Fahrergewicht, Bootgröße und modellspezifische Herstellertabelle sind wesentlich wichtiger.
- Ein normales Snowboard einfach in derselben Länge übertragen: Shape, Breite, Taper und Volume-Shift-Konzepte können eine andere Größe sinnvoll machen.
- Bindungssystem erst später prüfen: Board, Inserts beziehungsweise Channel, Pucks und Bindung müssen zusammenpassen.
- Davon ausgehen, dass Felle immer enthalten sind: Der Lieferumfang variiert erheblich zwischen Einzelboard und Package.
- Nur das niedrigste Boardgewicht wählen: Abfahrtsperformance, Stabilität, Shape und Haltbarkeit gehören ebenfalls in die Entscheidung.
- Zu schmal für die Bootgröße kaufen: Auch beim Splitboard muss die Breite zur tatsächlichen Außenlänge deiner Boots passen.
- Nur nach Powder-Performance auswählen: Ein Splitboard muss auf deiner typischen Tour auch beim Aufstieg, auf Traversen und unter wechselnden Schneebedingungen funktionieren.
- Backcountry-Ausrüstung mit Backcountry-Erfahrung gleichsetzen: Ein vollständiges Setup ersetzt weder Lawinenkurs noch regelmäßiges Training mit LVS, Sonde und Schaufel.
Für die schnelle Kaufentscheidung gilt deshalb: Zuerst Fahrergewicht, Bootgröße und geplante Touren bestimmen, danach Länge, Shape, Flex und Gewicht vergleichen und anschließend Bindungssystem, Felle und tatsächlichen Lieferumfang prüfen. Marke und Preis sollten erst dann den Ausschlag geben.
Vergleiche jetzt die verfügbaren Splitboards über die Produktkarten dieser Kategorie. Dort findest du aktuelle Touren-, Freeride- und Powder-Splitboards in unterschiedlichen Größen, Shapes und Preisklassen sowie einzelne Packages mit zusätzlicher Splitboard-Ausrüstung.