Teleskopstöcke
Teleskopstöcke kaufen: kompakte Stöcke für Splitboard und Skitour
Teleskopstöcke sind beim Splitboarden vor allem für den Aufstieg wichtig. Sie unterstützen Gleichgewicht und Kraftübertragung auf der Aufstiegsspur und lassen sich an wechselndes Gelände anpassen. Für die Abfahrt auf dem Snowboard sollten sie dagegen möglichst kompakt zusammen- oder eingefaltet und sicher am beziehungsweise im Rucksack verstaut werden können.
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In dieser Kategorie findest du verstellbare Tourenstöcke mit unterschiedlichen Längenbereichen und Konstruktionsarten – aktuell unter anderem von Black Diamond, Burton, Jones Snowboards und One Way. Beim Kauf solltest du besonders auf Längenbereich, Packmaß, Verstellmechanismus, Material und Winterteller achten. Ein extrem leichter Stock hilft wenig, wenn er für deine Körpergröße zu kurz ist oder sich nicht zuverlässig mit Handschuhen einstellen lässt.
Teleskopstock oder Faltstock: Was ist fürs Splitboard besser?
Unter dem Begriff Teleskopstöcke werden im Tourenbereich unterschiedliche kompakte Konstruktionen angeboten. Besonders für Splitboarder ist das Packmaß wichtig, weil die Stöcke während der Abfahrt nicht mehr benötigt werden.
- Zweiteiliger Teleskopstock: Zwei ineinandergeschobene Segmente ermöglichen eine einfache Längenverstellung. Solche Modelle können robust und unkompliziert sein, bleiben zusammengeschoben aber meist länger als drei- oder mehrteilige Varianten.
- Dreiteiliger Teleskopstock: Drei Segmente reduzieren das Packmaß deutlich. Der aktuelle Jones Talon ist beispielsweise dreiteilig und lässt sich von 105 bis 135 cm einstellen.
- Faltstock beziehungsweise Z-Pole: Mehrere Segmente werden zusammengefaltet und ergeben ein besonders kurzes Paket. Solche Konstruktionen sind interessant, wenn der Stock während der Snowboard-Abfahrt möglichst vollständig im Rucksack verschwinden soll.
- Verstellbarer Faltstock: Einige Systeme kombinieren einen Faltmechanismus mit zusätzlicher Längenverstellung. Damit erhältst du kleines Packmaß und trotzdem Spielraum für unterschiedliche Geländeformen.
Burton empfiehlt für das Splitboarding ausdrücklich zusammenklappbare Stöcke, die klein genug werden, um sie für die Abfahrt im Rucksack zu verstauen. Genau dieser Punkt unterscheidet einen guten Splitboard-Stock von einem langen klassischen Alpinski-Stock.
Welche Länge sollten Teleskopstöcke haben?
Bei einem verstellbaren Stock musst du nicht auf eine einzige fixe Länge festgelegt sein. Trotzdem muss der angebotene Einstellbereich zu deiner Körpergröße passen. Als Ausgangspunkt für eine klassische Stocklänge kannst du den Stock umgedreht unterhalb des Tellers greifen: Bei passender Grundlänge bildet der Ellenbogen ungefähr einen rechten Winkel.
Für Touren ist die Verstellbarkeit anschließend besonders praktisch, weil Gelände und Hangneigung wechseln. Auf Traversen kann außerdem eine verlängerte Griffzone sinnvoll sein, da du den bergseitigen Stock kurzfristig weiter unten greifen kannst, ohne jedes Mal die komplette Stocklänge verändern zu müssen.
- Grundlänge prüfen: Deine normale Tourenposition sollte innerhalb des verfügbaren Verstellbereichs liegen und nicht exakt am mechanischen Maximum enden.
- Verstellreserve einplanen: Ein Bereich wie 105–135 cm oder 110–145 cm erlaubt Anpassungen an Gelände und unterschiedliche Nutzergrößen.
- Nicht unnötig lang kaufen: Ein zu langer Stock kann beim Gehen unhandlich werden. Ein größerer Verstellbereich ist nur sinnvoll, wenn du ihn tatsächlich benötigst.
- Packlänge separat prüfen: Maximale Nutzlänge und zusammengeschobene Länge sind zwei unterschiedliche Werte. Für Splitboarder ist beides wichtig.
Wenn du dein Touren-Setup komplett neu zusammenstellst, solltest du die Stockwahl zusammen mit dem geplanten Splitboard und deiner typischen Tourenart betrachten.
Aluminium oder Carbon?
Tourenstöcke werden häufig aus Aluminium, Carbon oder einer Kombination beider Materialien gefertigt. Daraus ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte bei Gewicht, Steifigkeit, Robustheit und Preis.
- Aluminium: Ist bei Tourenstöcken sehr verbreitet und bietet eine robuste, vergleichsweise unempfindliche Konstruktion. Black Diamond verwendet beispielsweise bei seinen klassischen Traverse-Tourenstöcken Aluminiumsegmente.
- Carbon: Kann das Gewicht reduzieren und eine hohe Steifigkeit bieten. Hochwertige Carbonstöcke sind deshalb für lange Touren mit vielen Höhenmetern interessant, kosten aber häufig mehr.
- Hybrid-Konstruktion: Manche Modelle kombinieren Carbon und Metall. Dadurch kann in gewichtsrelevanten Bereichen Carbon eingesetzt werden, während stärker beanspruchte Segmente robuster ausgeführt werden.
Ein gutes Beispiel für unterschiedliche Konzepte liefert Jones: Der Talon setzt auf eine dreiteilige Aluminiumkonstruktion, während der Talon Pro Carbonsegmente mit einem robusteren unteren Metallsegment kombiniert. Für die Kaufentscheidung sollte deshalb nicht pauschal „Carbon ist besser“ gelten. Entscheidend ist, wie stark du Gewicht gegenüber Preis und Robustheit priorisierst.
Worauf beim Kauf von Teleskopstöcken für Splitboard-Touren achten?
Packmaß und Gewicht gemeinsam vergleichen
Beim Splitboarden wird der Stock bergauf benutzt und bergab getragen. Deshalb ist ein geringes Packmaß besonders wichtig. Ein dreiteiliger oder faltbarer Stock lässt sich leichter außen am Rucksack befestigen oder vollständig darin verstauen.
Das Gewicht bleibt trotzdem relevant: Jeder zusätzliche Gegenstand wird über sämtliche Höhenmeter bewegt. Besonders bei langen Touren summieren sich kleine Gewichtsunterschiede. Ein ultraleichtes Modell sollte allerdings weiterhin ausreichend stabil für deinen Einsatz sein.
- Kurzes Packmaß: Besonders sinnvoll, wenn die Stöcke für die Abfahrt vollständig in den Rucksack sollen.
- Geringes Gewicht: Wird mit zunehmender Tourenlänge interessanter.
- Stabile Segmente: Ein Tourenstock wird auf hartem Schnee, bei Spitzkehren und auf Traversen deutlich belastet.
- Sicheres Zusammenlegen: Der Mechanismus sollte schnell funktionieren und während des Transports nicht unbeabsichtigt auseinandergehen.
Für den Transport während der Abfahrt lohnt sich ein dafür geeigneter Tourenrucksack mit passenden Befestigungsmöglichkeiten beziehungsweise ausreichend Platz im Hauptfach.
Klemmverschluss oder anderes Verstellsystem?
Die Längenverstellung muss auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig funktionieren. Außenliegende Klemmhebel sind im Tourenbereich weit verbreitet, weil sich ihre Klemmkraft kontrollieren lässt und sie meist auch mit Handschuhen bedient werden können.
- Sichere Klemmung: Der Stock darf sich bei Belastung nicht langsam zusammenschieben.
- Handschuhtaugliche Bedienung: Verstelle den Stock idealerweise ohne dünne Innenhandschuhe ausziehen zu müssen.
- Gut sichtbare Längenskala: Markierungen erleichtern es, beide Stöcke schnell auf dieselbe Länge zu bringen.
- Regelmäßige Kontrolle: Mechanismen können sich durch Nutzung verändern. Prüfe Verschlüsse vor Touren und stelle ihre Klemmkraft entsprechend der Herstelleranleitung ein.
Black Diamond verwendet bei zahlreichen aktuellen Tourenstöcken FlickLock-Systeme zur schnellen Längenanpassung. Burton setzt bei seinen gemeinsam mit Black Diamond entwickelten Expedition-Stöcken ebenfalls auf eine außen bedienbare, handschuhtaugliche Verstellung.
Powder-Teller für weichen Schnee
Der Stockteller verhindert, dass ein Tourenstock zu tief in den Schnee einsinkt. Für Splitboard- und Skitouren sind deshalb größere Winter- beziehungsweise Powder-Teller sinnvoller als kleine Sommerteller für Trekking oder Trailrunning.
- Großer Teller: Bietet im weichen Schnee mehr Auflagefläche und reduziert tiefes Einsinken.
- Kleiner Teller: Ist auf festem Untergrund leichter und kompakter, eignet sich aber weniger für tiefen Winter- und Pulverschnee.
- Austauschbare Teller: Sind praktisch, wenn derselbe Stock sowohl im Winter als auch für sommerliche Bergtouren genutzt werden soll.
Black Diamonds aktuelle Traverse-Stöcke werden beispielsweise mit 100-mm-Powder-Tellern angeboten. Beim Jones Talon kommt ein speziell für Schnee ausgelegter Snow-Claw-Teller zum Einsatz.
Griffverlängerung und Stockspitze auf Tour
Auf wechselndem Tourengelände ist nicht nur der Hauptgriff relevant. Eine verlängerte EVA- oder Schaumgriffzone unterhalb des eigentlichen Griffs ermöglicht es, den Stock bei kurzen Steilstufen oder Traversen tiefer zu greifen, ohne sofort die Verriegelung zu öffnen.
- Verlängerter Griff: Besonders praktisch bei häufig wechselnder Hangneigung und Spitzkehren.
- Ergonomischer Hauptgriff: Sollte auch nach längeren Aufstiegen angenehm in der Hand liegen.
- Robuste Spitze: Eine geeignete Metall- beziehungsweise Hartmetallspitze verbessert den Halt auf hartem Schnee und vereisten Passagen.
- Bedienelemente am Griff: Einzelne Tourenstöcke besitzen Griffformen, mit denen sich beispielsweise Schnee abstreifen oder Bindungskomponenten leichter bedienen lassen.
Jones integriert beim aktuellen Talon beispielsweise einen längeren EVA-Griffbereich sowie eine harte Kante am Griff, die zum Entfernen von Schnee genutzt werden kann. Black Diamond verfolgt bei aktuellen Expedition-Modellen ebenfalls ein explizit auf Backcountry-Touren ausgerichtetes Griffkonzept.
Teleskopstöcke beim Splitboarden richtig verstauen
Während des Aufstiegs liefern die Stöcke Balance und zusätzliche Unterstützung. Für die Snowboard-Abfahrt solltest du sie dagegen kompakt verstauen. Lose außen baumelnde Stöcke können beim Fahren stören und sich an Ästen, Felsen oder anderen Hindernissen verfangen.
Falt- oder dreiteilige Systeme sind dafür besonders interessant. Prüfe bereits beim Kauf, ob das zusammengelegte Paar in beziehungsweise an deinen vorhandenen Rucksack passt. Gerade der Unterschied zwischen etwa 60 cm Packlänge und einem sehr kompakten Faltstock kann im kleineren Freeride-Rucksack deutlich spürbar sein.
Felle, Multitools und weitere Komponenten für dein Setup findest du zusätzlich beim Splitboard-Zubehör.
Black Diamond, Burton, Jones oder One Way?
Das aktuelle Proskilab-Angebot ist kompakt, deckt aber mehrere unterschiedliche Konzepte ab:
- Black Diamond Traverse Compactor: Aktuell in 125- und 135-cm-Varianten gelistet und auf ein kompaktes Touren-Setup ausgerichtet.
- Burton Expedition: Eine dreiteilige, längenverstellbare und packbare Konstruktion aus der Zusammenarbeit mit Black Diamond, ausdrücklich für Splitboard-Touren konzipiert.
- Jones Talon 105–135: Ein dreiteiliger Aluminiumstock mit 105 bis 135 cm Nutzlänge und kompaktem Packmaß.
- One Way FR Carbon Vario Pro 110–145: Bietet im aktuellen Sortiment einen besonders großen Verstellbereich und richtet sich an Fahrer, die gezielt eine Carbon-Vario-Konstruktion suchen.
Wenn du neben den Stöcken weitere Splitboard- und Backcountry-Ausrüstung von Jones vergleichen möchtest, findest du im Jones Snowboards Brandstore aktuell auch Splitboards, Tourenrucksäcke, Snowboards und Outerwear der Marke.
Diese Fehler beim Kauf von Teleskopstöcken vermeiden
- Nur nach dem niedrigsten Gewicht kaufen: Ein leichter Stock muss trotzdem stabil genug für Touren, Traversen und wiederholte Nutzung sein.
- Maximale Länge mit passender Länge verwechseln: Prüfe, ob deine normale Stockposition innerhalb des Verstellbereichs liegt und nicht nur theoretisch gerade noch erreichbar ist.
- Packmaß ignorieren: Für Splitboarder ist die zusammengeschobene beziehungsweise gefaltete Länge besonders wichtig, weil die Stöcke bei der Abfahrt verstaut werden.
- Kleine Sommerteller im Powder verwenden: Für weichen Schnee sind ausreichend große Winter- beziehungsweise Powder-Teller sinnvoll.
- Verstellmechanismus nie kontrollieren: Lockere Klemmungen können dazu führen, dass sich der Stock bei Belastung zusammenschiebt.
- Carbon automatisch als beste Wahl ansehen: Geringeres Gewicht kann attraktiv sein, während Aluminium bei Preis und Robustheit andere Vorteile bietet.
- Rucksack erst nach den Stöcken prüfen: Gerade Falt- und Packmaßvorteile bringen wenig, wenn das zusammengelegte Paar nicht sinnvoll verstaut werden kann.
- Normale fixe Alpinstöcke fürs Splitboarden wählen: Für den Aufstieg können sie funktionieren, für die Snowboard-Abfahrt lassen sie sich jedoch deutlich schlechter transportieren.
Für die schnelle Kaufentscheidung gilt deshalb: Zuerst den passenden Längenbereich bestimmen, anschließend Packmaß und Konstruktionsart vergleichen und danach Material, Verschluss, Griff und Powder-Teller prüfen. Für Splitboard-Touren ist ein leicht verstellbarer Stock, der sich für die Abfahrt kompakt verstauen lässt, meist die vielseitigste Lösung.
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