Splitboard-Zubehör
Splitboard-Zubehör kaufen: Felle, Pucks, Harscheisen und Tools richtig auswählen
Beim Splitboarden reicht das Board allein nicht aus. Für den Aufstieg werden passende Steigfelle benötigt, Bindung und Board müssen über ein kompatibles Interface zusammenarbeiten und je nach Bedingungen können Harscheisen, Ersatzteile und ein kompaktes Multitool entscheidend werden. Gerade beim Zubehör ist deshalb die Systemkompatibilität wichtiger als Marke oder Preis.
Alle 7 Ergebnisse werden angezeigt
In dieser Kategorie findest du aktuell unter anderem Splitboard-Felle von Burton und K2 sowie Komponenten und Tools von Karakoram. Das verfügbare Sortiment kann saisonal wechseln. Typisches Splitboard-Zubehör reicht darüber hinaus von Pucks und Ride-Mode-Interfaces über Harscheisen bis zu Clips, Straps und Ersatz-Hardware. Vor dem Kauf solltest du deshalb zuerst klären, welches Board, welche Bindung und welches Montagesystem du verwendest.
Welches Splitboard-Zubehör brauchst du wirklich?
- Steigfelle: Für den normalen Splitboard-Aufstieg unverzichtbar. Sie werden auf die Laufflächen der getrennten Boardhälften geklebt und verbinden Vorwärtsgleiten mit Rückhalt auf der Aufstiegsspur.
- Pucks beziehungsweise Ride-Mode-Interface: Sie verbinden bei vielen Bindungssystemen die Splitboard-Bindung im Abfahrtsmodus mit dem zusammengesetzten Board. Bauart und Kompatibilität unterscheiden sich zwischen den Systemen.
- Harscheisen: Werden interessant, wenn Felle auf hartem, eisigem oder steilem Untergrund nicht mehr genügend seitlichen Halt bieten. Sie müssen zur verwendeten Splitboard-Bindung und meist auch zur Boardbreite passen.
- Multitool und Ersatz-Hardware: Auf Tour können sich Schrauben lockern oder Einstellungen verändert werden müssen. Ein kleines Werkzeug mit den tatsächlich benötigten Bits gehört deshalb zu einem sinnvoll vorbereiteten Reparaturset.
- Clips, Hooks und Verbindungsteile: Sie halten die beiden Boardhälften im Abfahrtsmodus zusammen. Ersatzteile müssen exakt zum verwendeten System beziehungsweise Splitboard passen.
Wenn Board und Zubehör gleichzeitig neu gekauft werden, solltest du zuerst das passende Splitboard auswählen. Shape, Länge und Hersteller bestimmen häufig mit, welche Felle und Verbindungskomponenten anschließend passen.
Splitboard-Felle: Pre-Cut oder Trim-to-Fit?
Steigfelle gehören zu den wichtigsten Komponenten des Splitboard-Setups. Die Fasern sind so ausgerichtet, dass die Boardhälften nach vorne gleiten können, während sie beim Zurückrutschen Widerstand erzeugen. Entscheidend ist ein sauberer Sitz auf der Lauffläche.
- Pre-Cut-Felle: Sind für bestimmte Boardmodelle oder Größen bereits passend zugeschnitten. Sie können direkt beziehungsweise nach einer kleinen Längenanpassung verwendet werden und sind besonders unkompliziert.
- Trim-to-Fit-Felle: Werden an die Seitenlinie des Boards angepasst. Dadurch lassen sie sich für unterschiedliche Shapes einsetzen, erfordern vor der ersten Tour aber sorgfältiges Zuschneiden.
- Universalfelle: Werden in einem bestimmten Größenbereich angeboten und anschließend auf Länge beziehungsweise Breite des Splitboards abgestimmt. Befestigung an Nose und Tail muss trotzdem zum Board funktionieren.
Das aktuell angebotene Burton-Fell basiert beispielsweise auf einem universellen Konzept und wird für unterschiedliche Splitboard-Längen angeboten. Es wird anschließend auf die passende Breite zugeschnitten. Die derzeit verfügbaren K2 Marauder/Freeloader-Felle sind dagegen auf bestimmte K2-Splitboardmodelle und Größenbereiche ausgerichtet.
Welche Fellgröße passt zum Splitboard?
Bei Fellen reicht die Angabe der Boardlänge allein nicht immer aus. Shape, Breite sowie Tip- und Tail-Befestigung müssen ebenfalls passen.
- Längenbereich kontrollieren: Das Fell muss zur tatsächlichen Splitboard-Länge passen. Bei Universalmodellen gibt der Hersteller dafür definierte Größenbereiche vor.
- Breite beachten: Das Fell sollte einen großen Teil des Belags abdecken, gleichzeitig müssen die Stahlkanten nach dem Zuschneiden frei bleiben, damit sie auf hartem Schnee greifen können.
- Tip-Clip prüfen: Die Befestigung an der Nose muss zum Shape der getrennten Boardhälfte passen.
- Tail-Clip kontrollieren: Nicht jedes Tail besitzt dieselbe Form. Besonders bei stark getaperten oder speziellen Powder-Shapes sollte die Kompatibilität ausdrücklich geprüft werden.
- Herstellerzuordnung nutzen: Bei modellspezifischen Fellen ist die Hersteller-Größentabelle zuverlässiger als eine rein allgemeine Längenregel.
Ein Fell sollte vor der ersten echten Tour zuhause montiert und getestet werden. So lässt sich kontrollieren, ob Clips, Länge und zugeschnittene Breite wirklich zum Board passen.
Mohair, Synthetik oder Mischfell?
Bei Splitboard-Fellen werden hauptsächlich synthetische Fasern, Mohair und Mischkonstruktionen verwendet. Das Material beeinflusst vor allem das Verhältnis zwischen Grip, Gleitfähigkeit, Haltbarkeit und Preis.
- Synthetik: Wird häufig gewählt, wenn Robustheit und guter Grip im Vordergrund stehen. Das aktuell angebotene Burton Universal Splitboard Skin arbeitet beispielsweise mit einem synthetischen Flor.
- Mohair: Kann besonders gute Gleiteigenschaften bieten und ist deshalb bei langen, effizienten Aufstiegen interessant.
- Mohair-Synthetik-Mix: Verbindet beide Materialkonzepte. Jones verwendet bei seinen aktuellen Nomad-Fellen beispielsweise eine Mischung aus Mohair und synthetischen Fasern, um Gleitfähigkeit und Grip auszubalancieren.
Material allein entscheidet jedoch nicht über die Qualität eines Fells. Kleber, Wasseraufnahme, Tip- und Tail-Befestigung sowie der korrekte Zuschnitt beeinflussen die Funktion ebenfalls erheblich.
Pucks, Interfaces und Harscheisen: Kompatibilität zuerst prüfen
Bei Splitboard-Hardware existiert kein vollständig universelles System. Bauteile, die optisch sehr ähnlich aussehen, können unterschiedliche Lochbilder, Channels oder Bindungsschnittstellen verwenden. Deshalb solltest du einzelne Komponenten nicht aufgrund der Produktbezeichnung allein bestellen.
Was sind Splitboard-Pucks?
Bei vielen Splitboard-Bindungen bilden Pucks die Aufnahme für den Fahrmodus. Die Bindung wird im Abfahrtsmodus über beziehungsweise auf diese Elemente geschoben oder verriegelt. Gleichzeitig bestimmen die Pucks Standbreite, Bindungswinkel und die Position des Boots auf dem Board.
- Board-System prüfen: Standard-Inserts, herstellerspezifische Channels und unterschiedliche Splitboard-Konstruktionen benötigen passende Puck-Lösungen.
- Bindungskompatibilität prüfen: Nicht jede Splitboard-Bindung verwendet klassische Pucks. Karakoram setzt beispielsweise auf ein eigenes Interface-Konzept.
- Regular und Canted unterscheiden: Einzelne Puck-Systeme werden auch mit seitlicher Neigung angeboten. Diese Konstruktionen sollen die Standposition verändern und dürfen nicht beliebig mit anderen Komponenten vermischt werden.
- Schrauben korrekt verwenden: Nur die für Board und System vorgesehenen Schrauben und Hardware verwenden. Zu lange Schrauben können ein Snowboard beschädigen.
Wenn du noch keine passende Tourenbindung besitzt, findest du bei den Splitboard-Bindungen und Boots aktuelle Systeme von Burton, Karakoram, Spark R&D und weiteren Herstellern.
Karakoram Ride Mode: ein eigenes System
Das aktuell gelistete Karakoram Light Ride Mode gehört zur Karakoram-Systemwelt. Karakoram bietet eigene Ride-Mode-Komponenten, Splitboard-Interfaces, Clips, Harscheisen und weitere Ersatzteile an. Entsprechendes Zubehör sollte deshalb anhand der Generation und des vorhandenen Karakoram-Setups ausgewählt werden.
Ein Interface eines Herstellers sollte nicht allein deshalb mit einer fremden Bindung kombiniert werden, weil Befestigungspunkte ähnlich aussehen. Prüfe vor jeder Bestellung die offizielle Kompatibilitätsangabe für das konkrete Produkt.
Wann braucht man Splitboard-Harscheisen?
Steigfelle funktionieren besonders gut auf weicherem Schnee, können auf harten und vereisten Traversen aber an Grenzen kommen. Harscheisen greifen mit Metallzähnen in die Schneeoberfläche und erhöhen den Halt des Splitboard-Setups.
- Harter oder vereister Schnee: Hier können Harscheisen erheblich mehr Halt bieten als die Felle allein.
- Steile Aufstiegsspuren: Mit zunehmender Steilheit kann das Fell insbesondere auf sehr festem Untergrund weniger zuverlässig greifen.
- Harte Traversen: Gerade bei seitlicher Belastung kann zusätzlicher Kantengriff durch bindungsspezifische Harscheisen hilfreich sein.
- Frühzeitig montieren: Wenn absehbar ist, dass die Spur deutlich härter wird, ist die Montage an einer sicheren Position sinnvoller als erst mitten in einer problematischen Passage.
Harscheisen sind jedoch besonders systemabhängig. Spark R&D bietet beispielsweise unterschiedliche Breiten seiner Ibex-Harscheisen an und nennt konkrete kompatible Bindungen. Andere Hersteller verwenden eigene Aufnahmen. Die Angabe „Splitboard-Harscheisen“ allein reicht daher nicht für einen sicheren Kauf.
Welche Harscheisenbreite wählen?
Die Harscheisen müssen breit genug sein, um die jeweilige Splitboard-Hälfte beziehungsweise das Bindungssystem zu umgreifen. Gleichzeitig sollte nicht unnötig viel seitliches Spiel entstehen.
- Boardbreite an der Bindungsposition beachten: Nicht ausschließlich die Waist Width aus dem Snowboard-Datenblatt verwenden.
- Herstellergrößen verwenden: Narrow, Regular und Wide können je nach Hersteller unterschiedliche konkrete Breiten bedeuten.
- Bindungssystem kontrollieren: Die mechanische Aufnahme muss zur verwendeten Touring-Bracket beziehungsweise Bindung passen.
- Vor der Tour montieren üben: Harscheisen sollten sich auch mit Handschuhen sicher befestigen und wieder entfernen lassen.
Multitool und Ersatzteile: kleines Reparaturset für unterwegs
Splitboard-Systeme besitzen zahlreiche Schrauben, Clips und bewegliche Komponenten. Ein kompaktes Werkzeug kann deshalb auf Tour wertvoll sein. Im aktuellen Sortiment findest du beispielsweise ein Karakoram Multi Tool.
Bevor du ein Tool kaufst, solltest du prüfen, welche Schraubenköpfe an deinem tatsächlichen Setup verbaut sind. Ein Werkzeug mit zehn Funktionen bringt wenig, wenn genau der benötigte Bit fehlt.
- Passende Bits: Kontrolliere Bindung, Pucks, Clips und Tourenaufnahme zuhause und stelle das Werkzeug danach zusammen.
- Kleine Ersatzteile: Abhängig vom System können passende Schrauben oder andere besonders relevante Kleinteile sinnvoll sein.
- Keine provisorischen Fremdschrauben verwenden: Gewinde, Länge und Kopf müssen zur jeweiligen Komponente passen.
- Vor Tourbeginn kontrollieren: Schraubverbindungen und Clips sollten bereits zuhause geprüft werden, statt erst bei einem Defekt auf der Aufstiegsspur.
Splitboard-Felle richtig pflegen
Auch hochwertige Felle funktionieren schlechter, wenn Klebefläche und Flor verschmutzt oder dauerhaft nass gelagert werden. Ein wenig Pflege kann die Zuverlässigkeit deutlich verbessern.
- Klebefläche sauber halten: Schnee, Schmutz, Nadeln und andere Partikel möglichst nicht auf den Kleber gelangen lassen.
- Überschüssiges Wachs vom Board entfernen: Nach dem Wachsen sollte der Belag sauber abgezogen werden, bevor die Felle montiert werden.
- Schnee beim Übergang entfernen: Vor dem Verstauen angesammelten Schnee möglichst von Fell und Klebefläche lösen.
- Feuchte Felle trocknen: Nach der Tour trocken und entsprechend der Herstellerempfehlung lagern.
- Keine starke Hitze: Hohe Temperaturen können den Fellkleber beeinträchtigen. Felle deshalb nicht direkt auf einem heißen Heizkörper trocknen oder im heißen Fahrzeug lagern.
- Fellwachs bei problematischem Nassschnee: Spezielle Produkte können bei warmen Bedingungen helfen, das Anstollen von Schnee am Flor zu reduzieren.
Splitboard-Zubehör für die Tour vollständig planen
Felle und Bindungs-Hardware sind nur ein Teil des Setups. Für den Aufstieg gehören außerdem kompakte Stöcke dazu. Aktuelle Modelle findest du bei den Teleskopstöcken.
Wer Burton-Felle oder andere Splitboard-Komponenten der Marke sucht, kann zusätzlich den Burton Brandstore nutzen. Dort werden die aktuell verfügbaren Burton-Produkte aus verschiedenen Snowboard-Kategorien zusammengeführt.
Diese Fehler beim Kauf von Splitboard-Zubehör vermeiden
- Felle nur nach Boardlänge kaufen: Breite, Shape sowie Tip- und Tail-Befestigung müssen ebenfalls funktionieren.
- Pre-Cut und Trim-to-Fit verwechseln: Ein Trim-to-Fit-Fell muss vor der Tour korrekt an das Board angepasst werden.
- Pucks als universell betrachten: Lochbild, Channel, Bindung und Puck-System müssen miteinander kompatibel sein.
- Karakoram- und Puck-Systeme beliebig mischen: Unterschiedliche Hersteller können vollständig eigene Ride-Mode-Schnittstellen verwenden.
- Harscheisen nur nach dem Markennamen auswählen: Prüfe zusätzlich Aufnahme, Bindungsmodell und erforderliche Breite.
- Felle erstmals am Tourenstart montieren: Zuschneiden und Funktionskontrolle sollten zuhause erfolgen.
- Multitool ohne Prüfung der Schrauben kaufen: Das Werkzeug muss genau zu den Verbindungselementen deines Setups passen.
- Fellkleber verschmutzen lassen: Schmutz und starke Wärme können die Klebeleistung beeinträchtigen.
- Ersatzteile erst nach einem Defekt identifizieren: Kenne die wichtigsten Verschleiß- und Verbindungsteile deines Systems bereits vor längeren Touren.
Für die schnelle Kaufentscheidung gilt deshalb: Zuerst dein vorhandenes Splitboard und Bindungssystem bestimmen, danach Felle anhand von Länge, Shape und Befestigung auswählen und weitere Hardware ausschließlich nach bestätigter Systemkompatibilität ergänzen. Bei Harscheisen kommen zusätzlich Bindungsaufnahme und passende Breite hinzu.
Vergleiche jetzt die verfügbaren Produkte über die Produktkarten dieser Kategorie. Aktuell findest du insbesondere Splitboard-Felle sowie Karakoram-Komponenten und Tools; Sortiment und verfügbare Zubehörtypen können sich saisonal ändern.