Skitouren-Ausrüstung
Skitouren-Ausrüstung kaufen: das komplette Setup für Aufstieg und Abfahrt
Eine gute Skitouren-Ausrüstung muss zwei gegensätzliche Anforderungen verbinden: Beim Aufstieg soll sie leicht, beweglich und effizient sein, bei der Abfahrt brauchst du Kontrolle, Halt und ein verlässliches Fahrgefühl. Deshalb sollten Tourenski, Bindung und Boots nicht unabhängig voneinander gekauft werden. Dazu kommen Steigfelle, Stöcke, Rucksack und – bei Touren im entsprechenden ungesicherten winterlichen Gelände – die notwendige Lawinen-Notfallausrüstung.
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Die Proskilab-Kategorie bündelt aktuell 14 Angebote aus den Bereichen Tourenski sowie Touren- und Freetouring-Boots. Das Sortiment reicht derzeit vom schmaleren Völkl Rise 84 bis zum breiten WNDR Alpine Intention 108 sowie von Dalbello- bis K2-FL3X-Boots. Für die Kaufentscheidung solltest du jedoch nicht zuerst eine einzelne Marke auswählen, sondern festlegen, wie wichtig dir Aufstiegseffizienz und Abfahrtsperformance jeweils sind.
Was gehört zu einer vollständigen Skitouren-Ausrüstung?
- Tourenski: Gewicht, Mittelbreite, Länge, Shape und Konstruktion bestimmen wesentlich, wie effizient der Aufstieg und wie stabil beziehungsweise vielseitig die Abfahrt wird.
- Tourenskibindung: Ermöglicht eine freie beziehungsweise bewegliche Ferse für den Aufstieg und wird für die Abfahrt in den vorgesehenen Fahrmodus gebracht. Pin-, Rahmen- und Hybridkonzepte unterscheiden sich deutlich.
- Tourenskischuhe: Ein Ski/Walk-Mechanismus ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit beim Gehen. Passform, Gewicht, Schaftbeweglichkeit und Bindungskompatibilität sind zentrale Kaufkriterien.
- Steigfelle: Werden für den Aufstieg auf die Skiunterseite aufgebracht. Sie sollen Vorwärtsgleiten ermöglichen und gleichzeitig das Zurückrutschen begrenzen.
- Tourenstöcke: Unterstützen Rhythmus und Gleichgewicht beim Aufstieg. Verstellbare Modelle lassen sich an unterschiedliche Hangneigungen und Bedingungen anpassen.
- Tourenrucksack: Transportiert zusätzliche Bekleidung, Flüssigkeit, Verpflegung, Notfallausrüstung und je nach Tour weitere technische Komponenten.
- Harscheisen: Können bei harter beziehungsweise vereister Aufstiegsspur zusätzlichen mechanischen Halt liefern. Bindungsaufnahme und Breite müssen passen.
- Lawinen-Notfallausrüstung: LVS-Gerät, Sonde und Schaufel gehören im entsprechenden freien winterlichen Gelände zusammen und müssen sicher beherrscht werden.
- Bekleidung und Notfallausrüstung: Funktionsschichten, zusätzliche Wärmebekleidung, Erste-Hilfe-Set, Biwaksack und Kommunikationsmittel gehören abhängig von Tour und Bedingungen ebenfalls in die Planung.
Das bedeutet nicht, dass du alles innerhalb derselben Produktkategorie kaufen musst. Sinnvoller ist ein systematischer Aufbau: zuerst Ski, Bindung und Boots technisch abstimmen und anschließend Felle, Stöcke, Rucksack und Sicherheitsausrüstung ergänzen.
Skitouren-Ausrüstung nach Tourenstil auswählen
- Viele Höhenmeter und lange Aufstiege: Geringes Gewicht wird besonders wichtig. Schmalere, leichtere Ski, effiziente Pin-Bindungen und bewegliche Tourenboots können hier sinnvoll sein.
- Klassische Allround-Skitour: Ein ausgewogenes Setup verbindet moderates Gewicht mit genügend Stabilität für unterschiedliche Schneearten und Abfahrten.
- Freetouring: Breitere Ski, kräftigere Boots und stärker abfahrtsorientierte Bindungen können sinnvoll sein, wenn der Aufstieg hauptsächlich dem Zugang zu einer anspruchsvollen Abfahrt dient.
- Powder-orientierte Tour: Mehr Auflagefläche und Rocker können im weichen Schnee interessant werden. Dafür steigt häufig das zu bewegende Gewicht.
- Speed- oder Race-orientiertes Touring: Minimalgewicht und effiziente Bewegungsabläufe stehen im Vordergrund. Diese Spezialausrüstung ist nicht automatisch das beste Setup für klassische Genuss- oder Freeride-Touren.
Eine häufige Fehlentscheidung besteht darin, einzelne extrem leichte Komponenten miteinander zu kombinieren, obwohl die eigentliche Priorität eine kräftige Freeride-Abfahrt ist – oder umgekehrt einen schweren Freeride-Ski mit einer auf möglichst wenig Gewicht optimierten Rest-Ausrüstung zusammenzustellen.
Tourenski, Bindung und Boots als gemeinsames System auswählen
Tourenski: Breite und Gewicht nach Einsatz wählen
Der Tourenski bildet die Grundlage des Setups. Eine wichtige Kennzahl ist die Mittelbreite. Sie beeinflusst unter anderem Auflagefläche, Gewicht, Handling auf der Aufstiegsspur und das Verhalten im weichen Schnee.
- Schmaler und leicht: Besonders interessant, wenn viele Höhenmeter und effiziente Aufstiege Priorität haben.
- Mittlere Breite: Kann einen ausgewogenen Kompromiss für klassische Skitouren bei wechselnden Schneeverhältnissen bieten.
- Breiter: Mehr Fläche wird für Freetouring und Powder interessant, erhöht aber häufig Gewicht und bewegte Masse im Aufstieg.
Im aktuellen Sortiment reicht diese Spannweite beispielsweise vom Völkl Rise 84 über Modelle um 98 beziehungsweise 99 mm bis zum WNDR Alpine Intention 108. Die verfügbaren Modelle findest du bei den Tourenski.
Tourenski nicht nur nach Körpergröße kaufen
Die klassische Faustregel über Kinn-, Nasen- oder Körperhöhe kann höchstens eine grobe Orientierung liefern. Wichtiger sind Herstellerempfehlung, Fahrergewicht, Können, Mittelbreite, Rocker und geplanter Einsatz.
- Kürzere Länge: Kann Spitzkehren und enge technische Passagen erleichtern und das Handling beim Aufstieg vereinfachen.
- Längere Länge: Kann je nach Shape mehr Auflagefläche, Laufruhe und Stabilität für die Abfahrt bieten.
- Mehr Rocker: Verkürzt die effektive Kontaktlänge auf festem Untergrund und verändert deshalb die Einordnung einer nominellen Skilänge.
- Fahrergewicht: Zwei Personen gleicher Körpergröße können aufgrund ihres Gewichts unterschiedliche sinnvolle Längen benötigen.
- Hersteller-Size-Chart: Sollte Vorrang vor einer universellen Zentimeterregel haben.
Pin-, Rahmen- oder Hybridbindung?
Die Bindung bestimmt maßgeblich, wie der Aufstieg funktioniert. Gleichzeitig muss sie technisch mit dem verwendeten Boot und dem Ski harmonieren.
- Pin- beziehungsweise Tech-Bindung: Pins greifen beim Aufstieg in dafür vorgesehene Inserts am Tourenboot. Die Konstruktion kann sehr leicht und effizient sein und ist bei klassischen Skitouren weit verbreitet.
- Rahmenbindung: Vorder- und Hinterbacken sind über einen beweglichen Rahmen verbunden. Beim Aufstieg wird mehr Bindungsmasse mitbewegt, dafür ähnelt das System konstruktiv stärker klassischen Alpinbindungen.
- Hybrid- beziehungsweise Freetouring-Bindung: Verbindet einen tourentauglichen Aufstieg mit stärkerer Ausrichtung auf die Abfahrt. Der Preis dafür ist häufig zusätzliches Gewicht.
Ein Bindungstyp ist nicht pauschal besser. Für lange Touren kann eine leichte Pin-Bindung sinnvoll sein, während abfahrtsorientierte Fahrer ein kräftigeres System bevorzugen können.
Tourenboot: Passform vor Gewicht und Flex
Der Tourenboot wird über viele Schritte hinweg bewegt und anschließend bei der Abfahrt stark belastet. Ein nicht passender Boot kann deshalb sowohl bergauf als auch bergab Probleme verursachen.
- Mondopoint korrekt bestimmen: Die Größenangabe orientiert sich an der Fußlänge. Messe beide Füße und nutze die Größeninformationen des Herstellers.
- Fersenhalt prüfen: Zu viel Bewegung im Fersenbereich kann beim Aufstieg Reibung und bei der Abfahrt Kontrollverlust begünstigen.
- Ski/Walk-Modus testen: Der Schaft sollte im Gehmodus genügend Bewegungsfreiheit bieten und sich für die Abfahrt zuverlässig verriegeln lassen.
- Gewicht einordnen: Sehr leichte Boots sind für viele Höhenmeter attraktiv, während Freetouring-Modelle stärker auf Support und Abfahrt ausgerichtet sein können.
- Flex nicht überbewerten: Flexzahlen sind nicht vollständig herstellerübergreifend standardisiert.
- Bindungskompatibilität prüfen: Ein Walk Mode allein bedeutet nicht, dass der Boot automatisch mit jeder Pin- oder Hybridbindung funktioniert.
Die aktuell verfügbaren Modelle sowie die Kategorie für zurückkehrende Bindungsangebote findest du bei Tourenski-Bindungen und Boots.
Tech-Inserts, GripWalk und Sohlenstandards nicht verwechseln
Bei Skitouren-Boots können mehrere technische Merkmale gleichzeitig relevant sein. Deshalb sollte nicht von einem einzelnen Begriff auf universelle Bindungskompatibilität geschlossen werden.
- Tech-Inserts: Sind für entsprechende Pin-Systeme erforderlich.
- GripWalk: Beschreibt eine bestimmte Sohlengeometrie und setzt eine dafür freigegebene Bindung voraus.
- Tourensohlen: Können stärker auf Gehkomfort und Grip ausgelegt sein und andere technische Anforderungen an die Bindung stellen.
- Multi-Norm-Bindungen: Unterstützen bestimmte definierte Sohlenstandards, aber nicht automatisch jeden existierenden Skischuh.
Maßgeblich ist immer die konkrete Kombination aus Bindungsmodell und Boot. Besonders bei Hybridbindungen sollte die Freigabe für Aufstiegs- und Abfahrtsmodus kontrolliert werden.
Boot Sole Length und Mondopoint sind nicht dasselbe
Bei Bindungsmontage und -einstellung spielt zusätzlich die äußere Sohlenlänge des Boots eine Rolle. Sie wird in Millimetern angegeben und kann sich zwischen zwei Schuhmodellen mit derselben Mondopoint-Größe unterscheiden.
- Mondopoint: Beschreibt die Schuhgröße beziehungsweise orientiert sich an der Fußlänge.
- Boot Sole Length: Beschreibt die äußere Länge der Skischuhsohle.
- Bootwechsel: Kann deshalb eine Anpassung oder Kontrolle der Bindung notwendig machen.
Felle, Stöcke und Rucksack vervollständigen die Tourenausrüstung
Steigfelle: ohne passenden Zuschnitt kein effizientes Setup
Für den klassischen Skitouren-Aufstieg werden Steigfelle unter den Ski befestigt. Ihre Fasern ermöglichen das Gleiten in Vorwärtsrichtung und erzeugen Widerstand gegen das Zurückrutschen.
- Passende Länge: Tip- und Tail-System müssen zur Länge und Form des Tourenskis passen.
- Passende Breite: Das Fell sollte möglichst viel Belag abdecken, ohne die Stahlkanten vollständig zu verdecken.
- Pre-Cut: Bereits auf bestimmte Ski beziehungsweise Größen zugeschnittene Felle reduzieren den Anpassungsaufwand.
- Trim-to-Fit: Universellere Modelle werden entlang der Seitenlinie des Skis zugeschnitten.
- Mohair: Wird besonders wegen guter Gleiteigenschaften eingesetzt.
- Synthetik: Kann sehr robust und vergleichsweise langlebig sein.
- Mischfell: Kombiniert häufig Mohair und synthetische Fasern, um Gleiten, Grip und Haltbarkeit auszubalancieren.
Auch hochwertige Felle sind Verschleißmaterial. Klebeflächen sollten sauber gehalten, feuchte Felle nach der Tour getrocknet und die jeweils vorgesehenen Lagerungshinweise beachtet werden.
Harscheisen für harte und vereiste Aufstiegsspuren
Felle funktionieren nicht unter allen Bedingungen gleich gut. Auf sehr hartem beziehungsweise vereistem Schnee können Harscheisen zusätzlichen mechanischen Halt bieten.
- Bindungsaufnahme prüfen: Nicht jedes Harscheisen passt zu jeder Tourenskibindung.
- Breite beachten: Das Harscheisen muss ausreichend breit für den verwendeten Ski sein.
- Montage vorher üben: Das Einsetzen sollte bekannt sein, bevor du es erstmals in einer steilen Passage benötigst.
- Frühzeitig verwenden: Eine Montage auf einer sicheren Position ist sinnvoller, als erst bei bereits problematischem Halt zu reagieren.
Harscheisen ersetzen keine Steigeisen für Bergschuhe und erfüllen eine andere Aufgabe. Welche zusätzliche alpine Ausrüstung erforderlich ist, hängt von Gelände, Tour und Bedingungen ab.
Tourenstöcke: verstellbar ist besonders praktisch
Tourenstöcke unterstützen Balance und Rhythmus und entlasten je nach Technik die Beine. Verstellbare Modelle bieten zusätzliche Flexibilität.
- Längenbereich: Muss zur Körpergröße und bevorzugten Stockposition passen.
- Verlängerter Griff: Kann bei Traversen praktisch sein, weil der bergseitige Stock kurzfristig tiefer gegriffen werden kann.
- Winterteller: Größere Teller reduzieren das tiefe Einsinken in weichem Schnee.
- Robustes Verstellsystem: Der Stock darf sich bei Belastung nicht unbeabsichtigt zusammenschieben.
- Gewicht: Wird mit zunehmender Tourenlänge relevanter, sollte aber gegen Stabilität abgewogen werden.
Tourenrucksack nach Tourenlänge auswählen
Der Rucksack muss genügend Platz für die erforderliche Ausrüstung bieten, sollte aber nicht unnötig groß sein. Für kurze, einfache Tagestouren wird weniger Volumen benötigt als für lange Wintertouren mit umfangreicher Zusatzbekleidung und alpiner Ausrüstung.
- Separater Zugriff auf Notfallausrüstung: Schaufel und Sonde sollten schnell erreichbar und sinnvoll organisiert werden können.
- Ski-Befestigung: Wird relevant, wenn Passagen zu Fuß zurückgelegt werden müssen.
- Stockbefestigung: Praktisch für Geh- beziehungsweise Kletterpassagen.
- Tragesystem: Muss auch mit dem tatsächlichen Tourengewicht komfortabel funktionieren.
- Zugriff und Organisation: Häufig benötigte Teile sollten erreichbar sein, ohne den kompletten Rucksack auszuräumen.
Aktuell verfügbare Modelle von Burton, Dakine, Evoc und weiteren Marken findest du bei den Tourenrucksäcken.
Sicherheit und Bekleidung gehören zur vollständigen Skitouren-Ausrüstung
LVS-Gerät, Schaufel und Sonde gehören zusammen
Bei Skitouren im entsprechenden ungesicherten winterlichen Gelände gehören LVS-Gerät, Sonde und Schaufel zur grundlegenden Lawinen-Notfallausrüstung. Entscheidend ist nicht nur der Besitz: Suche, Sondieren und effizientes Ausschaufeln müssen regelmäßig trainiert werden.
- LVS-Gerät: Wird am Körper getragen und dient bei einer Verschüttung zum Senden und Suchen.
- Sonde: Ermöglicht nach der Signalsuche die genauere Lokalisierung eines Verschütteten.
- Schaufel: Wird für das systematische Ausschaufeln benötigt und muss schnell erreichbar sein.
- Regelmäßig üben: Ein Notfall ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Bedienung und Suchablauf erstmals zu lernen.
Passende LVS-Geräte, Schaufeln, Sonden und Lawinenrucksäcke findest du in der Kategorie Lawinenausrüstung.
Lawinenairbag ist eine Ergänzung, kein Ersatz
Ein Lawinenrucksack mit Airbag-System kann als zusätzliche Sicherheitskomponente eingesetzt werden. Er ersetzt jedoch weder LVS-Gerät, Sonde und Schaufel noch die Beurteilung von Lawinenlage und Gelände.
Auch technische Ausrüstung kann eine ungünstige Tourenentscheidung nicht sicher machen. Tourenplanung, Lawinenbericht, Wetter, Hangneigung, Exposition, aktuelle Schneedecke und die Fähigkeiten der Gruppe müssen vor und während der Tour berücksichtigt werden.
Weitere Notfallausrüstung einplanen
- Erste-Hilfe-Set: Sollte zur Gruppe und geplanten Tour passen und schnell zugänglich sein.
- Biwaksack: Kann bei Verletzungen, längeren Wartezeiten und ungeplanten Notfällen vor Auskühlung schützen.
- Mobiltelefon beziehungsweise Kommunikationsmittel: Vor Tourbeginn auf ausreichenden Akkustand achten und vor Kälte schützen.
- Zusätzliche Wärmeschicht: Wird besonders bei langen Pausen, Notfällen und der Abfahrt wichtig.
- Stirnlampe: Kann je nach Tourenzeit, Länge und Reserveplanung sinnvoll beziehungsweise notwendig sein.
Bei Hochtouren, Gletscherkontakt und technisch alpinem Gelände kommen abhängig von Route und Bedingungen zusätzliche Komponenten hinzu. Dafür lässt sich keine universelle Packliste allein anhand des Begriffs „Skitour“ erstellen.
Bekleidung: im Aufstieg nicht zu warm starten
Skitourengehen erzeugt beim Aufstieg deutlich mehr Körperwärme als normales Lift-Skifahren. Ein zu stark isoliertes Outfit kann deshalb schnell zu übermäßigem Schwitzen führen.
- Baselayer: Soll Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren. Funktionsfasern oder geeignete Wollmischungen sind dafür sinnvoller als klassische Baumwolle.
- Leichte Aufstiegsschicht: Je nach Wetter genügt während des Aufstiegs häufig eine atmungsaktive und relativ leichte Kombination.
- Wind- und Wetterschutz: Eine geeignete Außenschicht schützt bei Wind, Schneefall und schlechter werdendem Wetter.
- Wärmeschicht im Rucksack: Für Gipfelpause, längere Stopps und Abfahrt sollte zusätzliche Isolation verfügbar sein.
- Socken: Müssen Feuchtigkeit managen und zum Boot passen. Besonders dicke Socken können in einem eng sitzenden Skischuh zusätzlichen Druck verursachen.
Skitouren-Setup für Einsteiger sinnvoll zusammenstellen
- 1. Geplante Touren definieren: Überlege, ob kurze Einstiegstouren, klassische Tagestouren oder abfahrtsorientiertes Freetouring dein Schwerpunkt sind.
- 2. Tourenski auswählen: Gewicht, Länge und Mittelbreite auf diesen Einsatz abstimmen.
- 3. Tourenboot anpassen: Passform, Gehbeweglichkeit und Bindungskompatibilität prüfen.
- 4. Bindung festlegen: Das Bindungskonzept an Ski, Boot und Verhältnis von Aufstieg zu Abfahrt anpassen.
- 5. Passende Felle ergänzen: Länge, Breite sowie Tip- und Tail-Befestigung kontrollieren.
- 6. Stöcke und Rucksack auswählen: Tourenlänge und geplante Zusatzbeladung berücksichtigen.
- 7. Notfallausrüstung vervollständigen: LVS-Gerät, Sonde und Schaufel sowie weitere erforderliche Sicherheitsausrüstung einplanen.
- 8. Anwendung trainieren: Bindung, Walk Mode, Felle, Harscheisen und LVS-Abläufe sollten vor anspruchsvolleren Touren sicher beherrscht werden.
Leichtes Setup oder mehr Abfahrtsperformance?
Diese Abwägung zieht sich durch nahezu jede Komponente einer Skitouren-Ausrüstung:
- Tourenski: Weniger Gewicht erleichtert den Aufstieg, mehr Masse kann je nach Konstruktion zusätzliche Ruhe in schwierigen Schneeverhältnissen bringen.
- Bindung: Minimalistische Pin-Systeme sparen Gewicht, während abfahrtsorientiertere Konstruktionen komplexer und schwerer sein können.
- Boot: Maximale Schaftbeweglichkeit und minimales Gewicht stehen einem kräftigen abfahrtsorientierten Aufbau gegenüber.
- Rucksack: Möglichst leicht ist angenehm, dennoch müssen erforderliche Ausrüstung, Tragekomfort und Funktion erhalten bleiben.
Die sinnvollste Ausrüstung ist deshalb nicht das leichteste verfügbare Produkt, sondern das leichteste Setup, das deine Anforderungen an Tour, Abfahrt und Sicherheit sinnvoll erfüllt.
Aktuelles Sortiment bei Proskilab
Die derzeitige Skitouren-Kategorie ist kompakt und konzentriert sich auf Ski und Boots:
- Völkl Rise 84 Flat 2027: Aktuell die schmalste der gelisteten Tourenski-Modelllinien.
- Völkl Rise 99 V.Werks Flat 2027: Breiteres Rise-Modell mit stärkerem Leichtbau- und Freetouring-Bezug.
- WNDR Alpine Vital 98 Camber: Aktuell mehrfach gelisteter Ski im Bereich um 98 mm Mittelbreite.
- WNDR Alpine Intention 108 Camber: Breitestes derzeit gelistetes Modell und entsprechend stärker abfahrts- beziehungsweise powderorientiert.
- Dalbello Lupo AX 90: Derzeit als tourentauglicher Freeride-Skischuh verfügbar.
- K2 FL3X Diverge: Aktuell in unterschiedlichen Varianten einschließlich Diverge LT und Diverge LT W vertreten.
Tourenskibindungen sind momentan trotz der entsprechenden Unterkategorie nicht im aktuellen Produktfeed gelistet. Das Sortiment kann sich saisonal ändern. Prüfe deshalb immer die tatsächlich verfügbaren Produktkarten und gehe nicht allein aufgrund des Kategorienamens davon aus, dass jede Komponente gerade angeboten wird.
Diese Fehler beim Kauf von Skitouren-Ausrüstung vermeiden
- Jede Komponente einzeln optimieren: Ski, Boot und Bindung müssen als System funktionieren.
- Nur nach Minimalgewicht kaufen: Sehr leicht ist nicht automatisch die beste Lösung für abfahrtsorientierte Touren.
- Walk Mode mit Pin-Kompatibilität verwechseln: Ein Skischuh mit Gehfunktion passt nicht automatisch in jede Tourenbindung.
- Tourenski nur anhand der Körpergröße wählen: Gewicht, Einsatz, Rocker und Herstellerempfehlung ebenfalls berücksichtigen.
- Breiten Ski automatisch als besser ansehen: Mehr Fläche im Powder bedeutet häufig mehr Gewicht und anderes Handling im Aufstieg.
- Felle erst nachträglich bedenken: Passende Länge, Breite und Befestigung sollten frühzeitig geklärt werden.
- Harscheisen erst bei Eis kaufen: Bindung und passende Breite lassen sich besser bereits beim Setup berücksichtigen.
- Zu warme Pistenbekleidung für jeden Aufstieg nutzen: Hohe körperliche Aktivität stellt andere Anforderungen an das Layering.
- Lawinenairbag als Ersatz für LVS, Sonde und Schaufel betrachten: Diese Komponenten erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
- Notfallausrüstung nur mitführen: Die sichere und schnelle Bedienung muss trainiert werden.
- Neue Tourentechnik erstmals im anspruchsvollen Gelände ausprobieren: Bindung, Felle, Walk Mode und Harscheisen vorher unter einfachen Bedingungen kennenlernen.
- Komplettausrüstung mit sicherer Tour gleichsetzen: Lawinenlage, Wetter, Gelände, Erfahrung und Tourenplanung bleiben entscheidend.
Für die schnelle Kaufentscheidung gilt deshalb: Zuerst festlegen, ob Aufstiegseffizienz, ausgewogene Allround-Eigenschaften oder Abfahrtsperformance dein Schwerpunkt sind. Danach Tourenski, Boots und Bindung als kompatibles System auswählen und erst anschließend Felle, Stöcke, Rucksack und weitere Ausrüstung ergänzen.
Vergleiche jetzt die verfügbaren Produkte über die Tourenski- und Boot-Kategorien. Das aktuelle Sortiment eignet sich besonders, um unterschiedliche Ski-Breiten und tourentaugliche Freeride-Boots zu vergleichen; weitere Komponenten sollten passend zum gewählten Setup und zur geplanten Tour ergänzt werden.