Armada

Bei Armada beginnt die Auswahl am besten mit dem Einsatzbereich und der Mittelbreite. Die ARV-Familie reicht vom zugänglichen 84-mm-Twin-Tip bis zu deutlich breiteren All-Mountain- und Powder-Ski, während ARW entsprechende All-Mountain-Freestyle-Modelle für Fahrerinnen bündelt. Dazu kommen spezialisiertere Ski wie Stranger, BDOG, Edollo und Whitewalker sowie die AR-ONE-Skischuhe.

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Wer einen Armada Ski kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur zwischen einzelnen Modellnamen unterscheiden. Entscheidend ist zuerst, wie viel Park, Piste, All-Mountain, Freeride oder Powder gefahren wird. Beim AR ONE kommt anschließend die Frage hinzu, welcher Flex und welche Passform tatsächlich zum Fuß und Fahrstil passen.

Armada ARV: 84, 94, 100, 106 oder 112?

ARV ist die zentrale All-Mountain-Freestyle-Familie von Armada. Die Modelle folgen einer ähnlichen Grundidee aus Twin-Tip-Charakter, Freestyle-Tauglichkeit und Vielseitigkeit, verschieben ihren Schwerpunkt mit zunehmender Mittelbreite aber deutlich.

  • Armada ARV 84: Mit 84 mm unter der Bindung ist er die schmalste und besonders zugängliche Variante der Familie. Armada positioniert ihn als robusten All-Mountain-Twin für den Einstieg in Freestyle. Die geringere Breite unterstützt schnelle Kantenwechsel und passt gut zu Park, Piste und Fahrern, die ihre ersten Schritte mit einem Twin Tip machen.
  • Armada ARV 94: Der 94-mm-Ski ist ein besonders vielseitiger Crossover zwischen Park und All-Mountain. Er bietet mehr Fläche als der ARV 84, bleibt aber schmal genug für regelmäßige Pistentage und schnelle Richtungswechsel. Wer einen einzigen Freestyle-Ski für Park, Sidehits und den restlichen Berg sucht, sollte ihn besonders genau vergleichen.
  • Armada ARV 100: Mit 100 mm Mittelbreite verschiebt sich der Charakter stärker in Richtung vielseitiges All-Mountain-Freeskiing. Der Ski bietet bereits mehr Unterstützung in weichem Schnee, bleibt aber als Twin Tip weiterhin für Park, Butters und kreative Lines gedacht.
  • Armada ARV 106: Die 106-mm-Version verbindet Freestyle noch deutlicher mit Freeride und Powder. Sie bietet mehr Fläche im weichen Schnee und bleibt gleichzeitig ein All-Mountain-Twin. Wer Powder, natürliche Features und größere Sprünge häufiger fährt als Rails auf hartem Untergrund, sollte den ARV 106 gegenüber 94 und 100 prüfen.
  • Armada ARV 112: Der breiteste dieser regulären ARV-Abstufungen ist klar powderorientierter. Er bleibt spielerisch, bietet aber deutlich mehr Fläche für weichen Schnee. Für überwiegend präparierte Pisten oder einen reinen Parkeinsatz wäre diese Breite unnötig spezialisiert.

Die komplette Auswahl verschiedener Twin Tips und Freeride-Ski lässt sich in der Freeski-Kategorie nach Breite und Modell vergleichen.

ARV 84 oder ARV 94 für Park und Piste?

Zwischen ARV 84 und ARV 94 entscheidet vor allem, wie vielseitig der Ski außerhalb des Parks sein soll. Der ARV 84 ist schmaler und als besonders robuster, zugänglicher Freestyle-Allrounder konzipiert. Für erste Park-Lines, Piste und Progression ist das eine sinnvolle Ausgangsbasis.

Der ARV 94 bietet mehr Reserven bei zerfahrenem Schnee und im All-Mountain-Einsatz. Gleichzeitig bleibt er deutlich näher an einem klassischen Park- und Freestyle-Ski als ein breiter ARV 106 oder 112.

  • Park-Einstieg und viel Piste: ARV 84 zuerst prüfen.
  • Park plus vielseitiger All-Mountain-Einsatz: ARV 94.
  • Mehr weicher Schnee und Freeride: ARV 100 oder ARV 106 berücksichtigen.

Grundlagen zu Twin Tips, Switch-Fahren und der Wahl eines Freestyle-Skis erklärt der Ratgeber Freestyle-Skifahren für Anfänger.

ARV 94, 100 oder 106: Welche Breite ist sinnvoll?

Die Mittelbreite sollte nicht nach dem Prinzip „breiter ist besser“ gewählt werden. Mehr Breite schafft zusätzliche Fläche und ist in weichem Schnee hilfreich, macht einen Ski auf hartem Untergrund aber nicht automatisch vielseitiger.

  • ARV 94: stärkerer Schwerpunkt auf Park, Piste und All-Mountain.
  • ARV 100: ausgewogener Übergang zwischen All-Mountain, Freestyle und weicherem Schnee.
  • ARV 106: mehr Freeride- und Powder-Fokus, ohne den Twin-Tip- und Freestyle-Charakter aufzugeben.

Alle drei Modelle nutzen einen Aufbau, bei dem Rocker an Tip und Tail mit Vorspannung unter dem Fuß kombiniert wird. Der Unterschied im Fahrgefühl entsteht deshalb nicht allein aus dem Rockerprofil, sondern auch aus Breite, Länge, Flex und gesamtem Shape.

ARW, Stranger, BDOG und Whitewalker einordnen

Neben ARV bietet Armada weitere Modellfamilien für klarer abgegrenzte Anforderungen. Dabei sollte nicht davon ausgegangen werden, dass jeder Armada Twin Tip dasselbe Fahrgefühl besitzt.

  • Armada ARW: Die ARW-Familie umfasst All-Mountain-Freestyle-Ski in Abstufungen wie 84, 88, 94 und 100 mm. Auch hier verändert die Breite den Schwerpunkt von Park und Piste bis zu vielseitigerem All-Mountain-Einsatz. Länge und Modell sollten nach Gewicht, Können und Fahrstil gewählt werden und nicht allein nach Geschlecht oder Körpergröße.
  • Armada Stranger 100: Der Stranger kombiniert Carving, Freestyle und All-Mountain ungewöhnlich deutlich. Seine 100-mm-Mitte und der relativ enge Radius verbinden einen breiteren Freeski mit einem verspielten Ansatz für Carves, Butters und kreative Pisten-Lines.
  • Armada BDOG: Die BDOG-Familie ist stark mit Park, Presses, Butters und einem sehr spielerischen Freestyle-Stil verbunden. Sie ist deshalb eine andere Ausgangsbasis als ein breiter ARV für Powder oder ein directional ausgerichteter All-Mountain-Ski.
  • Armada Edollo: Ebenfalls ein charakteristischer Freestyle-Ski für Park und kreative Tricks. Wer gezielt Rails, Butters und technischen Freestyle priorisiert, sollte Signature-Modelle wie BDOG und Edollo gegenüber den universelleren ARV-Modellen vergleichen.
  • Armada Whitewalker: Die Whitewalker-Familie verschiebt den Schwerpunkt klar in Richtung Powder und Big-Mountain-Freestyle. Der aktuelle Whitewalker 116 bietet deutlich mehr Fläche als ein ARV 94 oder 100 und ist für Tiefschneetage und natürliche Features wesentlich spezialisierter.

ARV oder Signature-Modell?

Ein ARV ist meist die sinnvollere Ausgangsbasis, wenn ein Ski verschiedene Tage und Bedingungen abdecken soll. Signature-Modelle werden interessanter, sobald ein sehr bestimmter Fahrstil im Mittelpunkt steht.

Wer beispielsweise überwiegend Park und Butters fährt, kann mit BDOG oder Edollo eine gezieltere Lösung finden. Wer dagegen einen Ski für Piste, Park, Sidehits und wechselnden Schnee benötigt, erhält mit ARV 94 oder ARV 100 eine breitere Einsatzspanne.

Dass ein Signature-Ski für einen bestimmten Pro-Rider entwickelt wurde, macht ihn nicht automatisch zur besseren Wahl. Flex, Montagepunkt, Länge und bevorzugte Tricks müssen zum eigenen Fahrstil passen.

Armada AR ONE: 90, 100, 110, 120 oder 130?

Mit der AR-ONE-Familie bietet Armada eigene alpine Skischuhe für All-Mountain, Freestyle und Freeride an. Die Modellnummer kennzeichnet dabei vor allem die Abstufung des nominellen Flexindex: AR ONE 90, 100, 110, 120 und 130.

Die Familie verwendet eine Hybrid-Cabrio-Konstruktion und wird als Medium-Volume-Passform mit nominell 100 mm Leistenbreite geführt. Trotzdem sollte ein AR ONE niemals nur anhand der Angabe „MV“ gekauft werden. Fußlänge, Vorfußbreite, Spann, Fersenform und Schalenvolumen entscheiden darüber, ob der Schuh tatsächlich passt.

  • AR ONE 90 MV: die beweglichste Abstufung. Sie eignet sich eher für Fahrer, die einen geschmeidigeren Flex und weniger Widerstand beim Beugen bevorzugen.
  • AR ONE 100 MV: ein mittlerer, vielseitiger Schritt zwischen Komfort und Support. Interessant für All-Mountain-Fahrer, die keinen besonders harten Boot benötigen.
  • AR ONE 110 MV: mehr Unterstützung für sportlicheres All-Mountain- und Freestyle-Fahren. Der höhere Flex kann bei stärkeren Belastungen und Landungen mehr Gegenhalt bieten.
  • AR ONE 120 MV: deutlich performanceorientierter und stärker auf Freeride sowie kraftvolles All-Mountain-Fahren ausgerichtet.
  • AR ONE 130 MV: die steifste reguläre Abstufung der Familie und für sehr kräftige beziehungsweise aggressive Fahrer gedacht, die entsprechend viel Support benötigen.

Die Flexzahlen sind kein universeller Standard zwischen verschiedenen Herstellern. Ein Armada 110 muss sich deshalb nicht exakt wie ein 110er-Modell einer anderen Marke anfühlen. Sinnvoll ist vor allem der Vergleich innerhalb der AR-ONE-Reihe.

Aktuell angebotene Größen und Flexstufen können in der Skischuh-Auswahl gegenübergestellt werden.

Welcher AR ONE Flex passt zu mir?

Ein hoher Flexwert ist kein Qualitätsmerkmal. Ein zu steifer Skischuh kann es leichteren oder weniger kraftvollen Fahrern erschweren, den Schaft sinnvoll zu bewegen. Umgekehrt kann ein sehr weicher Boot bei hohen Kräften und sportlicher Fahrweise zu wenig Unterstützung bieten.

  • Mehr Beweglichkeit und moderates Tempo: eher AR ONE 90 oder 100 prüfen.
  • Vielseitiges sportliches Fahren: AR ONE 100 oder 110 können sinnvoll sein.
  • Kräftiges Freeride und höhere Belastungen: AR ONE 120 vergleichen.
  • Sehr direkter, steifer Boot gewünscht: AR ONE 130 nur dann wählen, wenn Fahrstil und körperliche Voraussetzungen dazu passen.

Die endgültige Auswahl sollte jedoch immer mit der Passform beginnen. Ein perfekt passender 100er-Boot ist die bessere Wahl als ein 120er, der an Ferse oder Vorfuß nicht zum eigenen Fuß passt.

Armada Ski richtig nach Länge und Einsatz auswählen

Bei ARV, ARW und den Signature-Modellen funktioniert eine starre Regel wie „zehn Zentimeter unter Körpergröße“ nur eingeschränkt. Ein Twin Tip besitzt durch seine aufgebogene Schaufel und das aufgebogene Tail eine andere effektive Kantenlänge als ein klassischer Pistenski. Breite Powder-Ski werden wiederum anders gewählt als ein schmaler Park-Ski.

  • Körpergewicht: ist für die Modell-Größentabelle besonders wichtig und sollte nicht durch eine reine Körpergrößenregel ersetzt werden.
  • Fahrkönnen: kürzere Größen können zugänglicher und wendiger sein, während längere Varianten meist mehr Stabilität verlangen und bieten.
  • Park und Freestyle: Montagepunkt, Schwunggewicht und Balance vorwärts wie Switch spielen zusätzlich eine große Rolle.
  • Freeride und Powder: mehr Länge und Fläche können Auftrieb und Laufruhe unterstützen.
  • Bootgröße: beeinflusst zusammen mit der Mittelbreite, wie sinnvoll das gesamte Setup funktioniert.

Welche Bindung passt auf einen Armada Freeski?

Viele Armada Freeski werden als Flat-Ski ohne vormontierte Bindung angeboten. Die Bindung wird deshalb separat nach Fahrer, Skischuh, Einsatzbereich und Ski ausgewählt.

Bei einem Park-Ski kann eine weiter zur Skimitte orientierte Montageposition sinnvoll sein, während Freeride-Modelle häufig mit einem weiter hinten liegenden empfohlenen Montagepunkt gefahren werden. Das bedeutet aber nicht, dass jede Freestyle-Bindung automatisch exakt in der geometrischen Skimitte montiert werden sollte.

Maßgeblich sind die Montagemarkierungen und technischen Vorgaben des konkreten Skimodells. Zusätzlich müssen Skischuhsohle, Bindungskompatibilität, Stopperbreite und sicherheitsrelevante Einstellung passen. Montage und Einstellung sollten fachgerecht durchgeführt beziehungsweise kontrolliert werden.

Häufige Fragen zu Armada Ski und Skischuhen

Welcher Armada Ski eignet sich für Anfänger im Freestyle?
Der ARV 84 ist innerhalb der ARV-Familie die naheliegende Ausgangsbasis. Er ist schmaler, robust konstruiert und ausdrücklich auf einen zugänglicheren Einstieg in All-Mountain-Freestyle ausgelegt. Trotzdem müssen Länge und Bindungsmontage zum Fahrer passen.
Was ist der Unterschied zwischen Armada ARV 84 und ARV 94?
Der ARV 84 ist schmaler und stärker auf Progression, Park und Piste ausgerichtet. Der ARV 94 bietet mit 94 mm unter der Bindung mehr Vielseitigkeit bei wechselndem Schnee und ist die universellere Wahl für Park plus All-Mountain.
Armada ARV 94 oder ARV 100 – welcher ist vielseitiger?
Für einen hohen Pisten- und Parkanteil ist der ARV 94 die neutralere Wahl. Der ARV 100 bietet mehr Fläche in weichem Schnee und verschiebt den Schwerpunkt etwas stärker zu All-Mountain und Freeride, ohne seinen Freestyle-Charakter zu verlieren.
Was ist der Unterschied zwischen ARV 100 und ARV 106?
Der ARV 106 bietet sechs Millimeter mehr Mittelbreite und damit mehr Fläche für Powder und weichen Schnee. Der ARV 100 liegt näher an einem universellen All-Mountain-Freestyle-Ski. Wer häufiger Powder und natürliche Features fährt, sollte eher den ARV 106 vergleichen.
Ist der Armada ARV 106 ein Freeride- oder Freestyle-Ski?
Er verbindet beide Bereiche. Armada konstruiert ihn als All-Mountain-Twin mit Freestyle-DNA und genügend Breite für Freeride und Powder. Für einen reinen Railspezialisten wäre ein schmaleres Modell sinnvoller, für ausschließlich tiefen Powder ein breiteres Modell.
Was ist der Unterschied zwischen Armada ARV und ARW?
ARV und ARW sind eigenständige All-Mountain-Freestyle-Familien mit mehreren Mittelbreiten. ARW wird innerhalb des Damenprogramms geführt. Die konkrete Größe sollte trotzdem nach Gewicht, Können und Fahrstil gewählt werden und nicht allein nach der Bezeichnung der Modellfamilie.
Wie fällt der Armada AR ONE aus?
Die AR-ONE-Familie wird als Medium Volume mit nominell 100 mm Leistenbreite geführt. Daraus lässt sich aber nicht sicher ableiten, dass der Boot zu jedem mittelbreiten Fuß passt. Fußlänge, Vorfuß, Spann und Fersenhalt müssen am konkreten Schuh geprüft werden.
AR ONE 100 oder 110 – welcher Skischuh ist besser?
Keiner ist pauschal besser. Der AR ONE 100 ist beweglicher, während der 110 mehr Support bietet. Der passende Flex hängt von Gewicht, Kraft, Fahrstil und gewünschtem Fahrgefühl ab. Die Passform hat Vorrang vor der Flexzahl.
Ist ein AR ONE 130 für jeden erfahrenen Skifahrer sinnvoll?
Nein. Der 130er-Flex richtet sich an sehr kräftige und aggressiv fahrende Skifahrer, die einen entsprechend steifen Boot tatsächlich nutzen können. Erfahrung allein ist kein Grund, automatisch die härteste Variante zu wählen.
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