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Für die Kaufentscheidung sollte deshalb nicht einfach das Modell mit dem höchsten Zahlenwert gewählt werden. Entscheidend sind Skischuhsohle, benötigter Z-/DIN-Bereich, Skibreite, Stopperbreite und Einsatzbereich. Der tatsächlich einzustellende Auslösewert muss innerhalb des vorgesehenen Bereichs der Bindung liegen und fachgerecht bestimmt werden.
Marker Squire 11, Griffon 13 oder Jester 16?
Die drei Royal-Family-Modelle bilden eine sinnvolle Abstufung für Freestyle, All-Mountain und Freeride. Dabei bedeutet eine höhere Modellnummer nicht automatisch, dass die Bindung für jeden Fahrer besser geeignet ist.
- Marker Squire 11: Mit einem Z-/DIN-Bereich von 3 bis 11 ist sie die zugänglichere und leichtere Richtung innerhalb dieser Auswahl. Marker ordnet sie Freeride und Freestyle zu. Sie ist mit klassischen Alpinskischuhen und passenden GripWalk-Sohlen kompatibel und eignet sich besonders für Fahrer, deren benötigter Auslösewert sicher innerhalb dieses Bereichs liegt.
- Marker Griffon 13: Die Griffon 13 deckt den Bereich von 4 bis 13 ab und ist stärker auf fortgeschrittene bis sehr erfahrene Freeride- und All-Mountain-Fahrer ausgerichtet. Triple Pivot Elite Vorderbacken und Inter Pivot 3 Ferse unterscheiden sie konstruktiv von der leichter aufgebauten Squire.
- Marker Jester 16: Mit einem Bereich von 6 bis 16 richtet sie sich an kräftigere beziehungsweise sehr sportliche Fahrer, die entsprechend hohe Auslösewerte benötigen. Marker positioniert die Jester für anspruchsvolles Freeride sowie Park und Pipe. Magnesium-Komponenten erhöhen Steifigkeit und direkte Kraftübertragung.
Weitere Modelle verschiedener Hersteller lassen sich in der Auswahl an Skibindungen vergleichen.
Squire 11 oder Griffon 13?
Zwischen Squire 11 und Griffon 13 entscheidet nicht allein das Körpergewicht. Der benötigte Auslösewert wird aus mehreren Faktoren bestimmt und muss zum Einstellbereich der Bindung passen.
- Squire 11: sinnvoll, wenn der erforderliche Einstellwert im niedrigeren bis mittleren Bereich liegt und eine vergleichsweise leichte Freeride-/Freestyle-Bindung gesucht wird.
- Griffon 13: sinnvoll, wenn mehr Reserve im oberen Einstellbereich, eine steifere Konstruktion und eine direktere Kraftübertragung gewünscht beziehungsweise erforderlich sind.
Die Griffon 13 ist daher nicht pauschal sicherer als eine Squire 11. Eine korrekt ausgewählte und eingestellte Bindung ist entscheidender als der maximal mögliche Z-Wert.
Griffon 13 oder Jester 16?
Die Jester 16 liegt noch einmal oberhalb der Griffon 13. Ihr Einstellbereich beginnt bereits bei 6 und reicht bis 16. Damit ist sie vor allem für Fahrer interessant, deren technisch ermittelter Wert und Fahrprofil tatsächlich in diesen Bereich passen.
Die Griffon 13 deckt dagegen mit 4 bis 13 einen breiteren Bereich für viele sportliche Freizeit-, All-Mountain- und Freeride-Fahrer ab. Wer den zusätzlichen oberen Bereich der Jester nicht benötigt, gewinnt durch die höhere Zahl allein keinen automatischen Vorteil.
Bei beiden Modellen spielen außerdem Fahrstil und Belastung eine Rolle. Die Jester verwendet besonders steife Komponenten und richtet sich stärker an Fahrer, die hohe Kräfte über Ski und Bindung übertragen. Für leichtere Fahrer kann die Griffon oder Squire die passendere Lösung sein.
GripWalk, Alpin- und Tourensohlen: Was passt zu Marker?
Bei Skibindungen ist die Sohlenkompatibilität sicherheitsrelevant. Ein Skischuh darf nicht allein deshalb verwendet werden, weil er mechanisch in Vorder- und Hinterbacken einrastet.
- Marker Squire 11: Die aktuelle Squire 11 ist für klassische Alpinskischuhsohlen und GripWalk ausgelegt.
- Marker Griffon 13: Die aktuelle Multinorm-Konstruktion der Griffon 13 kann für geeignete Alpine-, GripWalk- und Touring-Sohlen angepasst werden.
- Marker Jester 16: Auch die aktuelle Jester-Generation ist als Multinorm-Modell für geeignete Alpine-, GripWalk- und Tourenskischuhsohlen ausgelegt.
Die exakte Norm des vorhandenen Skischuhs sollte trotzdem vor Montage und Einstellung überprüft werden. Besonders bei älteren Bindungsgenerationen darf die Kompatibilität aktueller Modelle nicht einfach vorausgesetzt werden.
Auch die Sohlenlänge ist wichtig. Sie beeinflusst die Montageposition beziehungsweise Einstellung der Bindung und gehört zusammen mit Fahrerdaten und Skifahrertyp zu den Angaben, die bei der fachgerechten Einstellung berücksichtigt werden.
Was bedeutet GripWalk bei Marker?
GripWalk-Skischuhe besitzen eine profilierte, gerundete Sohle, die das Gehen außerhalb der Bindung komfortabler machen soll. Damit die Bindung trotzdem korrekt funktioniert und auslösen kann, muss sie ausdrücklich für diese Sohlenform vorgesehen sein.
Ein GripWalk-Schriftzug am Skischuh ist deshalb kein Detail, das bei einer vorhandenen älteren Bindung ignoriert werden sollte. Vor der Verwendung muss kontrolliert werden, ob genau diese Bindung und Generation dafür freigegeben ist.
Welche Stopperbreite für Marker Griffon, Jester und Squire?
Bei einer Skibindung mit Stopper muss dessen Breite zur Mittelbreite des Skis passen. Marker bietet für die Royal Family unterschiedliche Bremsen beziehungsweise Royal Brakes an. Dazu gehören unter anderem Abstufungen von 85, 90, 100, 110, 120 und 136 mm.
Als Ausgangspunkt sollte der Stopper nur so breit gewählt werden, dass er den Ski beim Auslösen zuverlässig umfassen kann, ohne unnötig weit seitlich herauszustehen.
- Ski um 85 bis 90 mm Mittelbreite: eine nahe passende schmale Stoppervariante prüfen.
- Ski um 95 bis 100 mm: häufig liegt eine 100-mm-Ausführung nahe.
- Ski um 105 bis 110 mm: entsprechend eine breitere Royal-Brake-Variante prüfen.
- Sehr breite Freeride-Ski: Stopperbreite gezielt anhand der tatsächlichen Ski-Mittelbreite auswählen.
Eine unnötig breite Bremse ist keine universelle Lösung. Sie kann weiter über die Skikante hinausragen als erforderlich. Gleichzeitig darf der Stopper nicht so schmal sein, dass er sich nach einer Auslösung nicht frei am Ski vorbeibewegen kann.
Kann man bei Marker die Bremse wechseln?
Für mehrere Royal-Family-Bindungen bietet Marker separate Royal Brakes an. Der Hersteller nennt unter anderem Jester, Griffon und Squire 11 als kompatible Modellfamilien.
Trotzdem sollte vor dem Kauf einer Ersatzbremse die genaue Bindungsgeneration geprüft werden. Modellname, Jahrgang und Konstruktion sind dabei wichtiger als die optische Ähnlichkeit zweier Stopper.
Marker Bindung einstellen und montieren
Der Z-/DIN-Bereich auf einer Bindung ist keine Tabelle, aus der allein anhand des Körpergewichts ein Wert gewählt werden sollte. Für die korrekte Einstellung werden mehrere Angaben benötigt, darunter Körperdaten, Skifahrertyp und Skischuh-Sohlenlänge. Anschließend muss geprüft werden, ob die gewählte Bindung den benötigten Einstellbereich überhaupt sinnvoll abdeckt.
Der Ratgeber zum Einstellen von Skibindung, Z-Wert und Anpressdruck erklärt die unterschiedlichen Faktoren ausführlicher. Die tatsächliche sicherheitsrelevante Einstellung und Funktionskontrolle sollte fachgerecht durchgeführt werden.
Auch bei der Montage ist nicht nur die Position auf dem Ski relevant. Bohrbild, Sohlenlänge, vorgesehener Montagepunkt, Bindungsmodell und Ski müssen zusammenpassen. Eine bereits gebohrte Montageposition sollte deshalb nicht ohne Prüfung für eine andere Bindung oder einen deutlich anderen Skischuh übernommen werden.
Ist eine Griffon 13 eine Tourenbindung?
Nein. Dass eine aktuelle Griffon 13 mit geeigneten Touring-Sohlen kompatibel sein kann, bedeutet nicht, dass die Bindung eine Aufstiegsfunktion besitzt. Die Griffon bleibt eine alpine Freeride-/All-Mountain-Bindung.
Für klassische Skitouren werden Bindungen benötigt, die einen Aufstiegsmodus bieten. Sohlenkompatibilität und Tourenfunktion sind zwei unterschiedliche Fragen.
Marker Free 7 und kleinere Einstellbereiche
Neben Squire, Griffon und Jester umfasst die Auswahl auch Modelle wie die Marker Free 7. Mit ihrem deutlich niedrigeren Einstellbereich ist sie für andere Fahrergewichte und Anforderungen vorgesehen als eine Jester 16.
Gerade bei Kindern und leichten Fahrern ist es falsch, eine besonders starke Erwachsenenbindung lediglich wegen ihrer Robustheit auszuwählen. Der erforderliche Auslösebereich muss zur Person passen. Eine Bindung, deren Einstellskala erst deutlich oberhalb des benötigten Werts beginnt, ist dafür nicht die richtige Wahl.
Dasselbe Prinzip gilt umgekehrt für sehr sportliche oder schwere Fahrer: Liegt der erforderliche Wert nahe oder oberhalb der maximalen Einstellung eines Modells, muss eine Bindung mit geeignetem Bereich geprüft werden.
Häufige Fragen zu Marker Skibindungen
- Was ist der Unterschied zwischen Marker Squire 11 und Griffon 13?
- Der wichtigste Unterschied liegt im Einstellbereich und in der Konstruktion. Die Squire 11 deckt DIN 3 bis 11 ab und ist leichter aufgebaut. Die Griffon 13 reicht von 4 bis 13 und verwendet mit Triple Pivot Elite Vorderbacken und Inter Pivot 3 Ferse eine stärker performanceorientierte Konstruktion.
- Was ist der Unterschied zwischen Marker Griffon 13 und Jester 16?
- Die Griffon 13 reicht von DIN 4 bis 13, die Jester 16 von 6 bis 16. Die Jester ist stärker auf hohe Belastungen, besonders direkte Kraftübertragung und sehr sportliches Freeride beziehungsweise Freestyle ausgelegt. Entscheidend ist, welcher Einstellbereich tatsächlich zum Fahrer passt.
- Ist die Marker Griffon 13 GripWalk-kompatibel?
- Die aktuelle Griffon-13-Generation unterstützt GripWalk. Durch die Multinorm-Konstruktion ist sie zudem für geeignete alpine und bestimmte Touring-Sohlen vorgesehen. Bei älteren Griffon-Versionen muss die jeweilige Generation separat geprüft werden.
- Ist die Marker Squire 11 für GripWalk geeignet?
- Ja, die aktuelle Squire 11 ist für Alpine- und GripWalk-Skischuhe ausgelegt. Eine Touring-Sohle sollte dagegen nicht automatisch verwendet werden, wenn sie nicht ausdrücklich der unterstützten Norm entspricht.
- Welche Marker Bindung eignet sich für Freeride?
- Squire 11, Griffon 13 und Jester 16 werden innerhalb der Royal Family für Freeride beziehungsweise Freestyle eingesetzt. Welche davon passt, hängt vor allem vom benötigten Auslösebereich, Fahrerprofil, Skischuh und gewünschten Charakter ab.
- Welche Stopperbreite brauche ich für eine Marker Griffon 13?
- Die Bremse sollte zur Mittelbreite des konkreten Skis passen. Marker bietet Royal Brakes in mehreren Abstufungen an. Eine möglichst nahe passende Breite ist sinnvoller als ein deutlich überdimensionierter Stopper.
- Kann ich eine Marker Royal Brake an Squire, Griffon und Jester verwenden?
- Marker führt Royal Brakes als Ersatzbremsen für mehrere Modelle dieser Familie, darunter Squire 11, Griffon und Jester. Vor dem Kauf sollte trotzdem die genaue Modellgeneration und die erforderliche Breite geprüft werden.
- Wie finde ich den richtigen Z-Wert für eine Marker Bindung?
- Der Wert wird nicht nur aus dem Körpergewicht abgeleitet. Unter anderem Körperdaten, Skifahrertyp und Skischuh-Sohlenlänge fließen in die Ermittlung ein. Die Einstellung und Auslöseprüfung sollte fachgerecht erfolgen.
- Ist die Marker Griffon 13 für Skitouren geeignet?
- Die Griffon 13 besitzt keine klassische Aufstiegsfunktion und ist damit keine Tourenbindung. Die mögliche Kompatibilität mit bestimmten Touring-Sohlen ist davon unabhängig.