Die Ausgabe 2026/27 wird besonders: Bei der 75. Vierschanzentournee absolvieren erstmals auch die Frauen eine vollständige Tour über alle vier Schanzen. Damit wächst aus der bisherigen Two Nights Tour in Deutschland erstmals eine echte Vierschanzentournee der Skispringerinnen.
Für Zuschauer ist die Tournee ungewöhnlich spannend, weil nicht einfach vier Platzierungen addiert werden. Entscheidend sind die tatsächlich erzielten Punkte aus allen vier Wettbewerben. Bei den Männern kommt im ersten Wertungsdurchgang zusätzlich das traditionelle K.-o.-System hinzu. Schon ein einzelner schwacher Sprung kann dadurch den Kampf um den Goldenen Adler entscheidend verändern.
Vierschanzentournee 2026/27: Termine und vier Austragungsorte
Die Tournee läuft rund um den Jahreswechsel. Die vier Orte bleiben seit Jahrzehnten das Herz der Veranstaltung. Nach dem aktuell veröffentlichten FIS-Kalender treten 2026/27 Frauen und Männer an allen vier Stationen an, wobei die Wettbewerbe der Frauen jeweils am Tag vor dem Männer-Wettkampf vorgesehen sind.
| Station | Schanze | Frauen 2026/27 | Männer 2026/27 |
|---|---|---|---|
| Oberstdorf | Schattenbergschanze / HS 137 | 28. Dezember 2026 | 29. Dezember 2026 |
| Garmisch-Partenkirchen | Große Olympiaschanze / HS 142 | 31. Dezember 2026 | 1. Januar 2027 |
| Innsbruck | Bergiselschanze / HS 128 | 2. Januar 2027 | 3. Januar 2027 |
| Bischofshofen | Paul-Außerleitner-Schanze / HS 142 | 5. Januar 2027 | 6. Januar 2027 |
Wichtig für die Planung: Die Wettkampftage stehen im FIS-Kalender, detaillierte Startzeiten, Trainingszeiten, Qualifikationen und mögliche Programmänderungen sollten vor der Anreise nochmals beim Veranstalter beziehungsweise im offiziellen FIS-Kalender kontrolliert werden.
Oberstdorf: Auftakt mit besonderem Druck
Die Tournee beginnt traditionell in Oberstdorf. Der erste Wettbewerb zeigt sofort, wer mit einem starken Ergebnis in den Jahreswechsel geht – und wer bereits einen größeren Rückstand in der Gesamtwertung aufholen muss.
Die deutsche Auftaktstation gehört zu den besonders zuschauerstarken Tournee-Orten. Beim Männer-Wettkampf der vergangenen Ausgabe war die Arena mit 25.500 Zuschauern ausverkauft. Auch die Qualifikation zog bereits 15.500 Besucher an.
Für 2026/27 sind in Oberstdorf der 28. und 29. Dezember als Veranstaltungstage vorgesehen. Der lokale Ticketanbieter kündigt den Vorverkaufsstart für die 75. Tournee aktuell für den 1. September 2026 an. Wer den Auftakt besuchen möchte, sollte deshalb nicht erst wenige Tage vor Weihnachten nach Tickets suchen.
Garmisch-Partenkirchen: Neujahrsspringen am 1. Januar
Die zweite Station ist für viele deutsche Fernsehzuschauer der bekannteste einzelne Wettbewerb der Tournee: das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
Der Männer-Wettkampf findet traditionell am 1. Januar auf der Großen Olympiaschanze statt. Auch vor Ort ist die Veranstaltung regelmäßig ein Großereignis: Beim Neujahrsspringen 2026 kamen 22.000 Zuschauer in das ausverkaufte Stadion.
Mit der Frauen-Tournee bekommt bereits der 31. Dezember ab 2026/27 zusätzliche sportliche Bedeutung. Die Skispringerinnen absolvieren ihren Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen nach dem vorgesehenen Tourneeplan am Silvestertag, bevor die Männer am Neujahrstag folgen.
Innsbruck und Bischofshofen: Entscheidung in Österreich
Nach den beiden deutschen Stationen wechselt die Tournee nach Österreich.
- Innsbruck: Die Bergiselschanze bildet die dritte Station. Gerade Wind und wechselnde Bedingungen können dort zusätzlichen Einfluss auf den Wettbewerb nehmen. Für die vollständige Frauen-Tournee war Innsbruck lange der entscheidende fehlende Baustein, weil die notwendige Flutlicht-Infrastruktur fehlte. Mit der vereinbarten neuen Beleuchtung wurde der Weg für die Frauen-Wettbewerbe auf allen vier Schanzen frei.
- Bischofshofen: Am Dreikönigstag fällt traditionell die endgültige Entscheidung. Die Paul-Außerleitner-Schanze bildet den Abschluss der Tournee, anschließend wird der Gesamtsieger mit dem Goldenen Adler ausgezeichnet. Das Stadion besitzt laut Veranstalter ein Fassungsvermögen von rund 26.000 Zuschauern.
Wie funktioniert die Vierschanzentournee?
Die Tournee gehört zum FIS-Skisprung-Weltcup. Die Resultate der einzelnen Wettbewerbe zählen daher auch für den Weltcup. Zusätzlich gibt es jedoch die eigene Tournee-Gesamtwertung.
Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Serie aus vier Weltcups: Für den Tourneesieg werden die tatsächlich erzielten Punkte aus den vier Springen addiert. Es gibt also nicht beispielsweise 100 Punkte für Platz eins, 80 für Platz zwei und daraus eine separate Tournee-Tabelle.
Ein Springer kann deshalb theoretisch einen Wettbewerb gewinnen und trotzdem in der Tournee gegenüber einem Zweitplatzierten nur wenig Boden gutmachen, wenn die Punktergebnisse der beiden nahezu identisch sind.
Wie werden Punkte beim Skispringen berechnet?
Ein Ergebnis besteht nicht allein aus der gesprungenen Weite.
- Weitenpunkte: Die gesprungene Distanz wird ausgehend vom K-Punkt der jeweiligen Schanze in Punkte umgerechnet. Wie viele Punkte ein zusätzlicher Meter bringt, hängt von der Schanzengröße ab.
- Haltungsnoten: Kampfrichter beurteilen unter anderem Flug, Landung und Ausfahrt. Eine kontrollierte Telemark-Landung kann deshalb gegenüber einer technisch unsauberen Landung wertvolle Punkte bringen.
- Windkompensation: Auf- und Rückenwind beeinflussen die Flugbedingungen erheblich. Das Berechnungssystem versucht, daraus entstehende Vor- beziehungsweise Nachteile über Punkte zu kompensieren.
- Gate-Kompensation: Wird während des Wettbewerbs die Anlauflänge verändert, wird auch dieser Unterschied mathematisch berücksichtigt.
Deshalb ist die längste Weite eines Durchgangs nicht automatisch gleichbedeutend mit dem höchsten Punktwert.
Wer außerdem wissen möchte, warum auf Anlagen wie dem Kulm noch deutlich größere Weiten möglich sind, findet im Ratgeber den Unterschied zwischen Skispringen und Skifliegen.
Was ist das K.-o.-System der Vierschanzentournee?
Bei der Männer-Tournee sorgt der erste Durchgang für eine Besonderheit, die viele normale Weltcups so nicht besitzen.
- 50 Springer qualifizieren sich: Nach der Qualifikation bleiben die besten 50 Athleten für den Wettbewerb übrig.
- 25 direkte Duelle entstehen: Die Springer werden anhand des Qualifikationsergebnisses zu Paaren zusammengestellt und treten im ersten Wertungsdurchgang direkt gegeneinander an.
- Der Duellsieger kommt weiter: Die 25 Gewinner ihrer jeweiligen Paarung erreichen den zweiten Durchgang unabhängig davon, welche absolute Platzierung sie im gesamten Feld haben.
- Fünf Lucky Loser ergänzen das Finale: Zusätzlich kommen die fünf punktbesten Verlierer der K.-o.-Duelle weiter. Damit stehen wieder 30 Athleten im zweiten Durchgang.
- Für die Gesamtwertung zählt das komplette Ergebnis: Wer um den Tourneesieg kämpfen will, benötigt an allen vier Stationen starke Wertungssprünge. Ein frühes Ausscheiden kann einen enormen Punkteverlust verursachen.
Bei der erstmals vollständigen Frauen-Tournee sollte der konkrete Wettbewerbsmodus für 2026/27 anhand der finalen FIS-Regularien geprüft werden. Die FIS hatte bei der Einführung ausdrücklich noch Anpassungen für die gemeinsame Tournee angekündigt. Das etablierte Männer-K.-o.-System sollte deshalb nicht ungeprüft auf die neue Frauen-Ausgabe übertragen werden.
Was bedeutet Grand Slam bei der Vierschanzentournee?
Ein Grand Slam bedeutet, dass ein Athlet innerhalb derselben Tournee alle vier Einzelwettbewerbe gewinnt. Obwohl die Tournee seit 1953 ausgetragen wird, gelang das bei den Männern bislang nur drei Springern:
- Sven Hannawald: Der Deutsche gewann 2001/02 als erster Skispringer alle vier Tournee-Wettbewerbe einer Ausgabe.
- Kamil Stoch: Der Pole wiederholte den Grand Slam in der Saison 2017/18.
- Ryoyu Kobayashi: Bereits ein Jahr später gewann auch der Japaner 2018/19 alle vier Springen.
Der Grand Slam ist deshalb noch seltener als ein normaler Tourneesieg.
Vierschanzentournee im TV und Stream in Deutschland
Die enge Verbindung zwischen Tournee und Fernsehen reicht weit zurück. Bereits 1956 zeigte der Bayerische Rundfunk das Neujahrsspringen in der ARD. Seit 1960 wurden auch die weiteren Tournee-Stationen im Fernsehen übertragen.
Für Deutschland bleibt die Übertragung langfristig relevant: ARD und ZDF haben ihren Vertrag mit dem Deutschen Skiverband bis einschließlich Saison 2029/30 verlängert. Die Vereinbarung umfasst unter anderem die deutschen Weltcups im Skispringen und nennt ausdrücklich die Vierschanzentournee der Frauen und Männer in Deutschland.
Im aktuellen ARD-Sportkalender ist die Vierschanzentournee 2026/27 für den Zeitraum 28. Dezember 2026 bis 6. Januar 2027 eingeplant.
Die konkrete Aufteilung einzelner Wettbewerbe zwischen ARD, ZDF und den jeweiligen Streaming-Angeboten wird üblicherweise näher am Veranstaltungszeitraum detailliert veröffentlicht. Für Zuschauer gilt deshalb:
- ARD/ZDF sind langfristig abgesichert: Die Rechtevereinbarung mit dem DSV läuft für die deutschen Weltcupveranstaltungen bis 2029/30.
- Livestreams gehören zum Rechtepaket: Die Vereinbarung beinhaltet neben linearem Fernsehen auch Online- und Hörfunkrechte.
- Die genaue Senderzuordnung kann wechseln: Nicht jedes einzelne Springen läuft zwangsläufig jedes Jahr im selben öffentlich-rechtlichen Sender.
- Programm kurz vor der Tournee kontrollieren: Startzeiten können sich durch Wetter, Wind oder organisatorische Änderungen verschieben.
Vierschanzentournee live besuchen: Tickets und Vorbereitung
Wer Skispringen nur aus dem Fernsehen kennt, unterschätzt häufig die Dimension der Anlagen und die Atmosphäre im Stadion. Gleichzeitig ist ein mehrstündiger Wintertag als Zuschauer etwas völlig anderes als ein normaler Stadtbesuch.
Gerade Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen können früh stark nachgefragt sein. Bei der vergangenen Ausgabe waren die Männer-Wettkampftage an beiden deutschen Stationen ausverkauft.
Welcher Tournee-Ort eignet sich für den ersten Besuch?
- Oberstdorf: Ideal, wenn du den Beginn der Tournee und die erste echte Standortbestimmung erleben möchtest. Der Auftakt besitzt durch die hohe Erwartungshaltung und das große deutsche Publikum eine besondere Atmosphäre.
- Garmisch-Partenkirchen: Besonders attraktiv für deutsche Zuschauer, die das traditionelle Neujahrsspringen erleben wollen. Der Termin am 1. Januar macht die Veranstaltung zugleich zu einem festen Bestandteil vieler Jahreswechsel-Urlaube.
- Innsbruck: Die Bergiselschanze verbindet Weltcup-Sport mit einer ungewöhnlichen Stadtkulisse. Wer einen Winter-Städtetrip mit Skispringen verbinden möchte, findet hier einen besonders charakteristischen Austragungsort.
- Bischofshofen: Die beste Wahl für Zuschauer, denen die Entscheidung um den Gesamtsieg am wichtigsten ist. Am 6. Januar kann jeder einzelne Punkt über den Goldenen Adler entscheiden.
Tickets nicht anhand alter Preise planen
Ticketkategorien, Ermäßigungen und Preise ändern sich von Ausgabe zu Ausgabe. Alte Preislisten aus Suchergebnissen sind deshalb keine zuverlässige Grundlage für die nächste Tournee.
Für Oberstdorf ist aktuell bekannt, dass der Ticketverkauf für die Winterveranstaltungen 2026/27 am 1. September 2026 um 8 Uhr starten soll. Für die anderen Stationen sollten die jeweils verlinkten offiziellen Ticketkanäle der Vierschanzentournee verwendet werden.
Wer nur einmal die Atmosphäre erleben möchte, kann außerdem die Veranstaltungstage rund um Training, Frauen-Wettkampf beziehungsweise Qualifikation prüfen. Je nach Austragungsort können diese leichter verfügbar sein als der traditionelle Hauptwettkampf der Männer.
Was sollte man als Zuschauer zur Vierschanzentournee anziehen?
Beim Skifahren erzeugt der Körper dauerhaft Wärme. Als Zuschauer stehst oder sitzt du dagegen teilweise mehrere Stunden nahezu unbewegt im Winterstadion. Genau deshalb kann sich dieselbe Temperatur deutlich kälter anfühlen als während eines aktiven Skitages.
Das sinnvollste Prinzip ist mehrere funktionale Schichten statt einer einzigen extrem dicken Lage.
- Baselayer: Eine körpernahe Funktionsschicht hilft dabei, Feuchtigkeit von der Haut wegzutransportieren. Baumwolle ist ungünstig, wenn sie feucht wird und während langer Standzeiten auskühlt.
- Wärmende Zwischenschicht: Fleece, Woll- oder Isolationslayer halten zusätzliche Luft und lassen sich bei wechselnden Temperaturen flexibel kombinieren.
- Wind- und Wetterschutz außen: Gerade offene Tribünen und Schanzenanlagen können windig sein. Eine gut schützende Winter- beziehungsweise Snowboardjacke ist deshalb nicht nur für aktive Fahrer interessant. In der Kategorie Snowboard-Jacken findest du wetterfeste und isolierte Varianten für unterschiedliche Temperaturen.
- Warme Hände: Beim langen Stehen werden Finger häufig schneller kalt als während der Abfahrt. Geeignete Winter- und Snowboard-Handschuhe beziehungsweise Fäustlinge gehören deshalb zur wichtigsten Zuschauerausrüstung.
- Hals und Gesicht schützen: Wind am Stadion kann unangenehm werden, selbst wenn die eigentliche Lufttemperatur moderat erscheint. Halswärmer und Sturmhauben lassen sich bei Bedarf deutlich einfacher anpassen als eine zusätzliche komplette Kleidungsschicht.
- Warme Schuhe und Socken: Besonders auf kaltem Beton, Schnee oder Metalltribünen sollten Füße nicht unterschätzt werden. Etwas Bewegungsfreiheit im Schuh ist sinnvoller als mehrere extrem dicke Sockenschichten, die den Fuß einengen.
Bei Stehplatzkarten ist außerdem wichtig, dass die Bekleidung mehrere Stunden komfortabel bleibt. Sehr schwere Taschen und unnötige Gegenstände machen den Stadionbesuch eher anstrengender; gleichzeitig gelten je nach Veranstalter eigene Regeln für mitgebrachte Taschen und Gegenstände.
Warum die Vierschanzentournee auch nach mehr als 70 Jahren besonders ist
Die erste Tournee begann 1953 mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen vor rund 20.000 Zuschauern. Aus der deutsch-österreichischen Idee wurde über Jahrzehnte eines der bekanntesten Ereignisse des internationalen Skispringens.
Mehrere Dinge machen die Veranstaltung bis heute ungewöhnlich:
- Vier völlig unterschiedliche Schanzen: Wer gewinnen will, muss innerhalb weniger Tage auf vier Anlagen mit unterschiedlichen Profilen und Bedingungen funktionieren.
- Zwei Länder: Die Tour verbindet Deutschland und Österreich in einer einzigen Gesamtwertung.
- Feststehender Zeitraum: Oberstdorf nach Weihnachten, Garmisch am Neujahrstag und das Finale am Dreikönigstag sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert.
- Gesamtpunkte statt Platzierungswertung: Jeder Wertungspunkt aus den vier Wettbewerben kann am Ende entscheidend sein.
- K.-o.-Duelle: Der traditionelle Männer-Modus erzeugt bereits im ersten Durchgang direkte Duelle und zusätzliche Spannung.
- Starke TV-Tradition: Die Tournee wird seit Jahrzehnten über große Fernsehsender einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
- Frauen-Tournee ab 2026/27: Mit der ersten vollständigen Vierschanzentournee der Frauen erhält die Veranstaltungsserie zum 75. Jubiläum eine historische Erweiterung.
Fazit: Wer ein großes Wintersportereignis sucht, das jedes Jahr wiederkehrt, in Deutschland live besucht werden kann und zugleich fest zum Fernsehprogramm gehört, findet mit der Vierschanzentournee eines der stärksten Beispiele. Die deutschen Stationen Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen bieten volle Stadion-Atmosphäre, anschließend entscheidet sich die Tour in Innsbruck und Bischofshofen.
Mit der Saison 2026/27 wird das Konzept noch größer: Erstmals absolvieren auch die Frauen alle vier Stationen. Dadurch entstehen rund um den Jahreswechsel zusätzliche Wettkampftage – ohne dass sich am langlebigen Kern der Tour etwas ändert: vier Schanzen, zwei Länder und eine Gesamtwertung, in der jeder Sprung zählt.
FAQ zur Vierschanzentournee
- Wann findet die Vierschanzentournee statt?
- Die Tournee wird jedes Jahr rund um den Jahreswechsel ausgetragen. Sie beginnt Ende Dezember in Oberstdorf und endet traditionell am 6. Januar in Bischofshofen.
- Wann ist die Vierschanzentournee 2026/27?
- Die Tournee ist vom 28. Dezember 2026 bis zum 6. Januar 2027 angesetzt. Die Männer-Wettkämpfe sind für den 29. Dezember, 1. Januar, 3. Januar und 6. Januar vorgesehen. Die Frauen sollen ihre vier Wettbewerbe jeweils am Vortag austragen.
- Welche vier Schanzen gehören zur Vierschanzentournee?
- Gesprungen wird in Oberstdorf auf der Schattenbergschanze, in Garmisch-Partenkirchen auf der Großen Olympiaschanze, in Innsbruck am Bergisel und in Bischofshofen auf der Paul-Außerleitner-Schanze.
- In welchen Ländern findet die Vierschanzentournee statt?
- Die ersten beiden Stationen liegen in Deutschland, die beiden abschließenden Wettbewerbe in Österreich.
- Wann ist das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen?
- Das Männer-Neujahrsspringen findet traditionell am 1. Januar statt. Ab 2026/27 ist zusätzlich am 31. Dezember ein Wettbewerb der Frauen im Rahmen ihrer vollständigen Vierschanzentournee vorgesehen.
- Wie wird der Sieger der Vierschanzentournee bestimmt?
- Für die Gesamtwertung werden die bei den vier Tournee-Wettbewerben erzielten Punkte addiert. Nicht die Summe der einzelnen Platzierungen, sondern die Gesamtpunktzahl entscheidet über den Tourneesieg.
- Was ist ein Lucky Loser bei der Vierschanzentournee?
- Im Männer-K.-o.-System erreichen zunächst die 25 Sieger der direkten Duelle den zweiten Durchgang. Zusätzlich qualifizieren sich die fünf punktbesten Verlierer als Lucky Loser, sodass 30 Springer im Finale stehen.
- Was bedeutet Grand Slam bei der Vierschanzentournee?
- Ein Grand Slam ist der Sieg bei allen vier Einzelwettbewerben innerhalb derselben Tournee. Bei den Männern gelang das bislang Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi.
- Wo läuft die Vierschanzentournee im Fernsehen?
- ARD und ZDF besitzen langfristige Rechte an den deutschen DSV-Weltcupveranstaltungen und damit auch an den deutschen Wettbewerben der Vierschanzentournee. Die konkrete Sender- und Streamingaufteilung für die jeweilige Saison wird näher am Termin veröffentlicht.
- Kann man die Vierschanzentournee live besuchen?
- Ja. Für alle vier Austragungsorte werden Zuschauertickets angeboten. Besonders die Hauptwettkämpfe in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen können stark nachgefragt beziehungsweise ausverkauft sein, weshalb sich ein früher Blick in den offiziellen Vorverkauf lohnt.
- Wann startet der Ticketverkauf für Oberstdorf 2026?
- Der lokale Ticketanbieter kündigt für die 75. Vierschanzentournee in Oberstdorf aktuell den 1. September 2026 um 8 Uhr als Start des Vorverkaufs an.
- Gibt es eine Vierschanzentournee für Frauen?
- Ja. Ab der Saison 2026/27 findet erstmals eine vollständige Vierschanzentournee der Frauen mit Wettbewerben in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen statt.
- Wer gewann die letzte Vierschanzentournee der Männer?
- Domen Prevc gewann die 74. Vierschanzentournee 2025/26 und geht damit als letzter Männer-Gesamtsieger vor der Jubiläumsausgabe 2026/27 in die Chronik ein.
- Wann fand die erste Vierschanzentournee statt?
- Die erste Tournee begann am 1. Januar 1953 mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Erster Gesamtsieger wurde der Österreicher Sepp Bradl.
ALLE Angaben ohne Gewähr – für weitere Fakten bitte selbst ergänzend recherchieren, bei Korrekturen uns gerne mailen!
Quellen und weiterführende Informationen
- Vierschanzentournee – offizielle Geschichte, Austragungsorte und Rekorde
- FIS – erste vollständige Frauen-Vierschanzentournee und Wettbewerbsstruktur 2026/27
- ARD – Skisprung- und DSV-Weltcuprechte von ARD und ZDF bis 2029/30