Nitro

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Für die Auswahl ist deshalb nicht entscheidend, ob Nitro grundsätzlich eine passende Marke ist. Wichtiger sind Fahrstil, Können, Boardprofil, Flex, Boot-Passform und das gewünschte Bindungssystem. Ein Nitro Team fährt sich deutlich anders als ein Optisym, ein progression-orientiertes Damenboard oder ein Team Pro Marcus Kleveland. Bei Boots kommt zusätzlich die Entscheidung zwischen TLS, BOA, klassischer Schnürung und Step On hinzu.

Was zeichnet Nitro als Snowboard-Marke aus?

Nitro entwickelt seit den frühen Jahren nicht nur Snowboards, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit Boots und Bindungen. Mehrere heute noch verwendete Systeme wie das TLS-Schnürsystem oder der Mini Disc stammen aus dieser eigenen Produktentwicklung. Dadurch lässt sich ein vollständiges Setup innerhalb der Marke zusammenstellen, ohne dass Board, Boot und Bindung zwingend von Nitro stammen müssen.

  • Breites Snowboard-Sortiment: Nitro deckt unterschiedliche Fahrstile ab. Im aktuellen Programm finden sich klassische All-Mountain-Boards, Freestyle- und Park-Modelle, directional Freeride-Shapes, Damenboards, Kids-Boards sowie Splitboards.
  • Viele Abstufungen statt eines einzigen Fahrgefühls: Modelle wie Team, Team Pro, Optisym, Fate, Mystique, Prime, Beast, T1, Alternator oder Pantera unterscheiden sich deutlich bei Shape, Camber, Breite, Flex und Einsatzbereich. Der Markenname allein sagt deshalb wenig darüber aus, wie anspruchsvoll ein Board fährt.
  • Eigene Boot-Systeme: Neben klassischer Schnürung und BOA setzt Nitro stark auf TLS. Das Twin Lacing System trennt die Schnürung in zwei Bereiche und ermöglicht eine schnelle Anpassung. Zusätzlich gibt es inzwischen Nitro Step On Boots und Bindungen.
  • Eigene Bindungskonzepte: Viele aktuelle Strap-Bindungen verwenden den Universal Mini Disc. Er besitzt eine kleinere Auflagefläche und ist bei dafür vorgesehenen Nitro-Bindungen mit 2x4-Inserts und dem Channel-System kompatibel.
  • Starke Verbindung zur Snowboard-Szene: Nitro arbeitet weiterhin mit einem großen internationalen Rider-Team. Die Verbindung ist bei Produkten wie dem Team Pro Marcus Kleveland oder dem Alternator x Hailey besonders konkret.

Nitro Snowboards: Team, Optisym, Fate und weitere Modelle einordnen

Das aktuelle Nitro-Programm ist groß genug, dass eine reine Liste der Modellnamen kaum weiterhilft. Sinnvoller ist eine Einordnung nach Einsatzbereich und Fahrgefühl.

Nitro Team: vielseitiges All-Mountain-Board mit klassischem Camber

Das Nitro Team gehört seit vielen Jahren zu den zentralen Modellreihen der Marke. Das aktuelle Board besitzt einen Directional-Twin-Shape mit leicht zurückversetztem Stand und Trüe Camber. Nitro ordnet es klar als vielseitiges All-Mountain-Board ein, das gleichzeitig einen hohen Park-Anteil verträgt.

Der aktuelle Flex wird von Nitro mit 7 von 10 angegeben. Damit ist das Team nicht die weichste und fehlerverzeihendste Lösung für die allerersten Snowboardtage. Es richtet sich eher an Fahrer, die bereits kontrolliert fahren und ein reaktionsfreudiges Board für Piste, Sidehits, Park und wechselndes Gelände suchen.

Wer größere Boots fährt, sollte außerdem auf die Boardbreite achten. Das Team existiert auch als Wide-Version. Eine breitere Variante ist sinnvoll, wenn Zehen und Ferse bei einer normalen Breite zu weit überstehen. Die Entscheidung sollte deshalb nicht nur nach Körpergröße getroffen werden.

Nitro Team Pro und Team Pro Marcus Kleveland

Oberhalb des klassischen Team stehen stärker performanceorientierte Varianten. Besonders sichtbar ist die Verbindung zu Marcus Kleveland: Der norwegische Nitro-Teamrider fährt laut seiner aktuellen Teamseite ein Team Pro x MK und kombiniert es mit Team-Pro-x-MK-Bindung und entsprechendem Team-Pro-Boot.

Ein Team Pro oder Team Pro Marcus Kleveland ist deshalb nicht automatisch das bessere Team. Die Pro-Ausrichtung ist für Fahrer interessanter, die mehr Reaktion und einen technisch anspruchsvolleren Freestyle- beziehungsweise All-Mountain-Einsatz suchen. Für einen entspannten Einsteiger kann ein weniger aggressives Board die bessere Kaufentscheidung sein.

Nitro Optisym: Freestyle mit asymmetrischem Twin Shape

Das Optisym richtet sich stärker an Fahrer, die Freestyle nicht nur auf große Kicker reduzieren. Nitro positioniert das Board für spielerisches Fahren, Butter-Tricks, Sidehits, Park und Flatground. Auffällig ist der Asym-Twin-Shape: Die Geometrie berücksichtigt die unterschiedliche Beweglichkeit auf Zehen- und Fersenkante.

Dazu kommt Cam-Out Camber. Dieses Profil basiert auf klassischer Vorspannung, geht an Tip und Tail jedoch früher in weichere Übergänge über. Das schafft einen anderen Charakter als der durchgehende Trüe Camber des Nitro Team. Wer zwischen Team und Optisym schwankt, sollte deshalb zuerst entscheiden, ob vielseitige All-Mountain-Performance oder spielerisches Freestyle-Fahren wichtiger ist.

Auch die Breite ist beim Optisym auffällig: Die aktuellen Herrenvarianten sind Mid-Wide ausgelegt. Das kann mehr Platz für Boots und zusätzliche Stabilität beim Carven schaffen, verändert aber ebenfalls das Fahrgefühl von Kante zu Kante.

Nitro Fate und Mystique: zwei unterschiedliche Damen-All-Mountain-Ansätze

Das Nitro Fate gehört zu den wichtigen Damenboards im aktuellen Sortiment. Es kombiniert einen Directional-Twin-Shape mit Cam-Out Camber und einem mittleren Flex. Damit liegt es zwischen besonders weichen Progression-Boards und sehr steifen Performance-Modellen. Das Einsatzgebiet reicht von Piste und All-Mountain bis zu Freestyle und Abstechern in weicheres Gelände.

Das Mystique setzt stärker auf ein zugängliches und progression-orientiertes Fahrgefühl. Es ist deshalb für Fahrerinnen interessant, die Kontrolle und Fehlertoleranz höher gewichten als maximale Aggressivität. Wer nach der passenden Nitro-Mystique-Größe sucht, sollte jedoch nicht nur die Körpergröße berücksichtigen. Fahrergewicht, Bootgröße, Erfahrung und gewünschter Einsatzbereich sind für die Boardlänge mindestens ebenso wichtig.

Prime, T1, Beast und Freeride-Modelle

  • Nitro Prime: Die Prime-Familie ist stärker auf zugängliches All-Mountain-Fahren und Fortschritt ausgerichtet. Sie ist damit interessanter für Einsteiger und Fahrer, die kein besonders aggressives Setup benötigen.
  • Nitro T1: Das T1 ist klarer im Freestyle- und Park-Bereich angesiedelt und eignet sich für Fahrer, die Rails, Jumps und technische Park-Lines stärker gewichten.
  • Nitro Beast: Das Beast ist ebenfalls deutlich freestyle-orientiert. Nitro-Teamrider Eero Ettala nennt das Beast aktuell als sein Board für Park und Street. Wer gezielt nach einem Nitro Beast sucht, sollte es deshalb nicht mit einem einfachen Anfänger-Allrounder gleichsetzen.
  • Alternator, Pantera, Squash und weitere directional Shapes: Im aktuellen Sortiment gibt es mehrere stärker auf Carving, Freeride und Backcountry ausgerichtete Boards. Das Alternator x Hailey wurde beispielsweise gemeinsam mit Nitro-Riderin Hailey Langland entwickelt und ist als directional All-Mountain- und Backcountry-Board positioniert.

Nitro Snowboard-Boots: TLS, BOA, Wide und Step On verstehen

Bei Nitro Boots gibt es nicht nur Unterschiede beim Flex. Auch das Schnürsystem und die Passform verändern den Charakter deutlich. Aktuell führt Nitro Modelle mit TLS, BOA und klassischer Schnürung sowie zusätzliche Wide-Versionen und Step-On-kompatible Boots.

Was bedeutet TLS bei Nitro Boots?

TLS steht für Twin Lacing System. Nitro zählt dieses Schnell-Schnürsystem selbst zu den prägenden eigenen Entwicklungen der Markengeschichte. Oberer und unterer Bootbereich können getrennt gespannt werden, ohne dass klassische Schnürsenkel jedes Mal komplett gebunden werden müssen.

Modelle wie Team TLS, Venture TLS, Crown TLS, Monarch TLS oder Profile TLS nutzen unterschiedliche Ausprägungen des Systems. TLS beschreibt deshalb zunächst die Schnürung und nicht automatisch den Flex oder Einsatzbereich des Boots.

BOA oder TLS: was ist bei Nitro besser?

Eine pauschal bessere Lösung gibt es nicht. BOA arbeitet mit einem Drehverschluss und Seilführung, während TLS über die beiden Schnellzug-Zonen gespannt wird. Beide Systeme ermöglichen eine schnelle Anpassung. Entscheidend ist, welches Modell besser zum Fuß passt und wie fein du den Boot während des Tages nachstellen möchtest.

Beim aktuellen Sortiment gibt es beispielsweise Team, Venture, Monarch und weitere Reihen je nach Modelljahr oder Variante mit unterschiedlichen Verschlusssystemen. Deshalb lohnt es sich, beim Kauf nicht nur nach „Nitro Team Boot“ zu suchen, sondern den vollständigen Modellnamen zu beachten.

Nitro Step On: Profile, Venture, Monarch und Cave

Nitro führt inzwischen ein eigenes Step-On-Sortiment aus Boots und Bindungen. Bei den Boots gehören aktuell unter anderem Profile Step On TLS, Venture Step On TLS, Monarch Step On TLS und Cave Step On TLS dazu.

Das System verbindet Boot und Bindung über definierte Kontaktpunkte an Zehen- und Fersenbereich. Klassische Ankle- und Toe-Straps entfallen. Für Käufer ist dabei die Kompatibilität entscheidend: Ein normaler Snowboard-Boot ohne Step-On-Schnittstellen ist nicht für eine Nitro Step On Bindung vorgesehen.

Ebenso müssen Boot- und Bindungsgröße zusammenpassen. Nitro weist in der eigenen Step-On-Anleitung ausdrücklich darauf hin, die Größenkombination vor der Nutzung zu prüfen. Wer bereits Boots besitzt, sollte deshalb nicht allein aufgrund derselben Schuhgröße davon ausgehen, dass jede Step-On-Bindungsgröße passt.

Wie fallen Nitro Snowboard-Boots aus?

Bei Snowboard-Boots ist eine allgemeine Aussage wie „Nitro fällt normal aus“ zu ungenau. Nitro selbst empfiehlt, die tatsächliche Fußlänge zu messen und über Mondopoint in die Größentabelle zu übertragen. Zusätzlich unterscheidet die Marke zwischen enger, normaler und komfortorientierter Passform.

Für viele Fahrer ist eine eher körpernahe Passform sinnvoll, weil sich Innenschuhe während der Nutzung noch setzen können. Gleichzeitig dürfen Zehen, Ferse oder Vorfuß nicht schmerzhaft unter Druck stehen. Bei breiteren Füßen sind die angebotenen Wide-Versionen häufig die bessere Lösung, als einen normalen Boot einfach größer zu kaufen.

Nitro Bindungen: Team, One, Rambler und Step On

Bei klassischen Nitro-Bindungen reicht das Sortiment von zugänglicheren Modellen bis zu deutlich reaktionsfreudigeren All-Mountain- und Freestyle-Lösungen. Auf Proskilab finden sich unter anderem Team, Team Pro, One, Rambler, Talent und Damenmodelle wie Fate.

  • Nitro Team: Die Team-Bindung ist auf unterstützendes All-Mountain-Fahren ausgerichtet. Das aktuelle Modell nutzt unter anderem Air Dampening, ein angewinkeltes Fußbett und den Universal Mini Disc.
  • Nitro Team Pro: Diese Variante richtet sich stärker an Fahrer, die mehr unmittelbare Reaktion für anspruchsvolles All-Mountain- und Freestyle-Fahren suchen.
  • Nitro One: Die One ist stärker freestyle-orientiert und etwas verspielter abgestimmt. Auch sie verwendet aktuell den Universal Mini Disc.
  • Nitro Rambler: Die Rambler positioniert sich weiter in Richtung unkomplizierter All-Mountain-Nutzung und kann für Fahrer interessant sein, die keine besonders steife Bindung benötigen.
  • Nitro Step On: Die Step-On-Bindungen verzichten auf traditionelle Straps. Sie benötigen entsprechend kompatible Step-On-Boots und die richtige Größenkombination.

Passt eine Nitro Bindung auf ein Burton Channel Board?

Bei aktuellen Nitro Strap-Bindungen wie Team und One wird der Universal Mini Disc ausdrücklich für 2x4 und das Channel-System angegeben. Damit können diese konkreten Modelle auch auf entsprechenden Channel-Boards verwendet werden.

Die Aussage sollte aber nicht pauschal auf jede alte Nitro-Bindung übertragen werden. Vor dem Kauf ist immer das Montagesystem des konkreten Bindungsmodells zu prüfen. Gleiches gilt für Ersatzdiscs und ältere Modellgenerationen.

Für wen eignet sich Nitro?

  • Snowboard-Anfänger: Nitro hat zugänglichere Boards, Boots und Bindungen im Programm. Prime, bestimmte Progression-Modelle sowie weichere Setups sind meist sinnvoller als Team Pro, Beast oder andere sehr performanceorientierte Produkte.
  • All-Mountain-Fahrer: Das Team ist eine der naheliegenden Modellfamilien, wenn ein Board unterschiedliche Bereiche des Berges abdecken soll. Bei Damen verfolgt das Fate einen ähnlichen vielseitigen Grundgedanken mit weniger steifer Abstimmung.
  • Freestyle- und Park-Fahrer: Optisym, T1, Beast, Team Pro und entsprechende Bindungen bilden einen großen Teil der Freestyle-Auswahl. Die Modelle unterscheiden sich trotzdem erheblich in Flex, Shape und Anspruch.
  • Freerider und Carving-orientierte Fahrer: Modelle wie Alternator, Pantera, Squash und weitere directional Boards sind stärker auf Geschwindigkeit, Tiefschnee, Kantenkontrolle oder natürliches Gelände ausgerichtet.
  • Frauen mit breiter Auswahl innerhalb einer Marke: Nitro führt eigenständige Damenlinien bei Boards, Boots und Bindungen. Fate, Mystique, Drop, Karma, Victoria, Monarch, Crown oder Cave sind Beispiele für unterschiedliche Einsatzbereiche.
  • Kinder und Jugendliche: Mit Ripper, Future Team, Mini Thrills und passenden Charger-Bindungen beziehungsweise Sets gibt es auch klar auf jüngere Fahrer abgestimmte Ausrüstung.
  • Fahrer mit Interesse an Splitboarding: Nitro führt weiterhin Splitboards und passendes Touring-Equipment. Diese Produkte sollten getrennt von klassischen Resort-Snowboards ausgewählt werden, da Aufstieg, Gewicht, Bindungssystem und Toureneinsatz zusätzliche Anforderungen stellen.

Nitro Geschichte: seit 1990 auf Snowboarding fokussiert

Die Anfänge von Nitro reichen in den Herbst 1989 zurück. Nach der eigenen Unternehmensgeschichte wurde die erste Produktlinie damals entwickelt. Die endgültige Entscheidung für den Namen Nitro fiel am 6. Januar 1990 in Ballard in Seattle.

Zu den Gründern gehören Tommy Delago und Sepp Ardelt. Delago war zuvor selbst Snowboarder, arbeitete als Tester und Autor und war bereits tief in der damaligen Snowboard-Szene verwurzelt. Die frühe Nitro-Linie entstand damit in einer Phase, in der Shapes, Bindungen und Snowboard-Technologien noch sehr viel stärker experimentell entwickelt wurden als heute.

Nitro nennt mehrere technische Entwicklungen, die die eigene Geschichte geprägt haben. Dazu gehören die dreiteilige Bindung, TLS für Snowboard-Boots, das Re-Lace-System, die Railkiller Edge und der Mini Disc. Einige dieser Ideen sind bis heute Bestandteil aktueller Produkte.

Bemerkenswert ist auch, dass Nitro nach eigener Darstellung weiterhin rider- und inhabergeführt arbeitet. Der Fokus liegt damit bis heute sehr deutlich auf Snowboarding statt auf einem breiten Portfolio aus vielen unterschiedlichen Sportarten.

Nitro Team: Marcus Kleveland, Hailey Langland, Eero Ettala und weitere Rider

Das aktuelle Nitro-Team ist international aufgestellt und deckt unterschiedliche Bereiche vom Park und Street-Snowboarding bis zu Backcountry und Contest ab. Nitro führt derzeit unter anderem Marcus Kleveland, Hailey Langland, Eero Ettala, Christy Prior, Torgeir Bergrem, Bryan Fox, Miyabi Onitsuka, Chae-un Lee, Laurie Blouin, Jan Scherrer, Bea Kim, Benny Urban und Elias Elhardt im offiziellen Team.

  • Marcus Kleveland: Die Verbindung zur Marke ist besonders eng sichtbar. Nitro führt eine komplette MK-Kollektion, und Kleveland nennt aktuell Team Pro x MK Board, Bindung und Boot als sein Setup.
  • Hailey Langland: Langland fährt aktuell das gemeinsam entwickelte Alternator x Hailey. Dazu nennt sie die Fate-Bindung und einen Crown x Hailey Boot als ihre Ausrüstung.
  • Eero Ettala: Der langjährige Nitro-Rider gibt aktuell den Beast für Park und Street, Phantom-Bindungen und Team-TLS-Boots als sein Setup an.
  • Christy Prior: Prior gehört ebenfalls weiterhin zum offiziellen Nitro-Team und ist eng mit dem Freestyle-Bereich der Marke verbunden. Das aktuelle Optisym Women's wird auf der Produktseite ausdrücklich mit ihrem Feedback präsentiert.

Nitro nutzt sein Team nicht nur für klassische Wettkampf-Sponsorings. Filmprojekte, Field Trips, Produktentwicklung und eigene Snowboard-Sessions gehören ebenfalls zur Markenarbeit. Wer ein Pro-Modell kauft, sollte trotzdem nach dem eigenen Können entscheiden: Dass ein Board für einen Teamrider entwickelt wurde, macht es nicht automatisch zur besten Wahl für einen Freizeitfahrer.

Häufige Fragen zu Nitro Snowboards und Boots

Ist Nitro eine gute Snowboard-Marke?

Nitro ist seit 1990 auf Snowboarding spezialisiert und führt heute ein umfassendes Sortiment aus Snowboards, Boots, Bindungen, Splitboards und Kids-Produkten. Ob ein konkretes Nitro-Produkt gut zu dir passt, entscheidet jedoch das Modell. Shape, Flex, Boardbreite, Boot-Passform und Einsatzbereich sind wichtiger als der Markenname allein.

Ist das Nitro Team für Anfänger geeignet?

Das aktuelle Nitro Team besitzt Trüe Camber und wird mit einem Flex von 7 von 10 angegeben. Es ist damit eher ein vielseitiges und reaktionsfreudiges All-Mountain-Board als ein besonders weiches Anfängerboard. Wer gerade erst beginnt, findet innerhalb des Nitro-Sortiments zugänglichere Alternativen.

Was ist der Unterschied zwischen Nitro Team und Optisym?

Das Team ist ein Directional Twin mit Trüe Camber und stärkerem All-Mountain-Fokus. Das Optisym ist ein asymmetrisches Twin-Board mit Cam-Out Camber und deutlich stärker auf spielerisches Freestyle-, Butter- und Park-Fahren ausgerichtet.

Welche Nitro Snowboard-Größe brauche ich?

Die richtige Länge lässt sich nicht zuverlässig nur aus der Körpergröße ableiten. Wichtiger sind Fahrergewicht, Bootgröße, Fahrkönnen, gewünschtes Terrain und der konkrete Shape. Bei jedem Modell sollte deshalb die zugehörige Hersteller-Größentabelle verwendet werden.

Was bedeutet TLS bei Nitro Boots?

TLS steht für Twin Lacing System. Dabei lassen sich unterschiedliche Bereiche des Boots über ein Schnellzugsystem spannen. TLS bezeichnet das Verschlusssystem und sagt allein noch nichts darüber aus, wie weich oder steif der jeweilige Boot ist.

Ist BOA oder TLS bei Nitro besser?

Beide Systeme ermöglichen ein schnelles Schließen und Nachjustieren des Boots. BOA arbeitet mit Drehverschluss und Seil, TLS mit getrennten Schnellzugzonen. Entscheidend sind persönliche Vorliebe, Passform und das konkrete Boot-Modell.

Welche Boots passen zu Nitro Step On?

Nitro Step On Bindungen benötigen kompatible Step-On-Boots. Zum aktuellen Sortiment gehören unter anderem Profile und Venture sowie Damenmodelle wie Monarch und Cave. Zusätzlich müssen Boot- und Bindungsgröße entsprechend der Nitro-Größentabelle zusammenpassen.

Sind Nitro Bindungen mit dem Channel-System kompatibel?

Mehrere aktuelle Nitro Strap-Bindungen mit Universal Mini Disc, darunter Team und One, sind laut Hersteller mit 2x4 und dem Channel-System kompatibel. Bei anderen oder älteren Modellen sollte die konkrete Disc vor dem Kauf separat geprüft werden.

Was ist das Nitro Mystique?

Das Mystique ist ein Damen-All-Mountain-Board mit klarer Progression-Ausrichtung. Es richtet sich stärker an Fahrerinnen, die ein kontrollierbares und zugängliches Fahrgefühl suchen, als an Nutzerinnen, die ein besonders steifes High-Performance-Board möchten.

Was ist das Nitro Beast?

Das Beast gehört zum freestyle-orientierten Teil des Nitro-Sortiments. Der aktuelle Teamrider Eero Ettala nennt das Beast ausdrücklich als sein Board für Park und Street. Für reine Anfänger ist diese Ausrichtung deshalb weniger naheliegend als ein zugänglicheres All-Mountain-Board.

Nitro kaufen: zuerst Fahrstil, dann Modell und Größe auswählen

Bei Nitro ist die Auswahl groß genug, dass bekannte Modellnamen allein keine gute Kaufberatung ersetzen. Beginne mit deinem Fahrstil: Möchtest du hauptsächlich lernen und cruisen, vielseitig All-Mountain fahren, im Park Fortschritte machen oder stärker in Richtung Freeride und Backcountry gehen?

Danach werden Flex, Shape und Boardbreite wichtig. Bei Boots stehen Fußlänge, Fersenhalt, Breite und Verschlusssystem im Vordergrund. Bei Bindungen solltest du zusätzlich Größe, Flex und Montagesystem prüfen. Für Step On müssen Boot und Bindung ausdrücklich miteinander kompatibel sein.

Die aktuell verfügbaren Nitro Snowboards, Boots, Bindungen, Sets und Splitboards findest du in den Produktkarten auf dieser Seite. Dort kannst du die derzeit angebotenen Größen und Varianten vergleichen und anschließend das Nitro-Setup auswählen, das wirklich zu deinem Fahrstil passt.

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